Das Auto touchierte auch noch einen entgegenkommenden Kleintransporter bis es schließlich neben der Fahrbahn auf dem Dach zum Liegen kam und Feuer fing. Die vier Insassen und der Kleintransporter-Fahrer konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurden in Krankenhäuser gebracht.

Kurz vor 10 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf eines Zeugen, dass es auf der Staatsstraße 2435 zwischen Karlstadt und Wiesenfeld zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen sei und ein Pkw brenne. In der Folge rückten sofort Streifenwagen der Karlstadter Polizei sowie der Rettungsdienst und die örtlichen Feuerwehren aus.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten zum Unfallhergang hatte ein Opel-Fahrer auf der abschüssigen und kurvigen Strecke offenbar zunächst einen anderen Pkw überholt und beim Wiedereinscheren die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Der 21-jährige Fahrer, der noch zwei Gleichaltrige und einen 22-jährigen in seinem Wagen hatte, geriet in der Folge nach rechts ins Bankett und prallte gegen einen Baumstumpf. Das Fahrzeug wurde auf die Straße zurückgeschleudert. Es driftete in der Folge auf der Fahrbahn entlang in den Gegenverkehr und prallte gegen die Front eines aus Richtung Wiesenfeld kommenden Kleintransporters. Durch diesen Aufprall wurde der Opel erneut nach rechts geschleudert und blieb schließlich halb auf der Straße, halb an einem Hang liegen.

Noch rechtzeitig, bevor der Opel Feuer fing, konnten sich alle vier Insassen selbst daraus befreien. Die aus dem Landkreis Main-Spessart stammenden jungen Männer wurden verletzt vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der 50 Jahre alte Fahrer des Mercedes-Kleintransporter begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 30 000 Euro.

Die umliegenden örtlichen Freiwilligen Feuerwehren aus Karlstadt, Wiesenfeld und Rohrbach löschten den brennenden Pkw und kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten. Dafür mussten auch einige Kubikmeter Erde aus dem Straßengraben ausgehoben werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten war die Staatsstraße zeitweise gesperrt. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es allerdings nicht. Im Nachfolgeverkehr hinter der Unfallstelle kam es noch zu einem kleineren Auffahrunfall.