Am Samstag, 14. Mai, ist es wieder so weit. Die Schützengilde Poppenroth trifft sich um 17 Uhr in Uniform und Dirndl am Schützenhaus, um die neuen Hochwürden 2022 einzuholen. Um circa 20 Uhr werden die Mitglieder ihre neuen Könige im Schützenhaus feiern.

Im Februar 1962 wurde auf Initiative von Michael Bauer die Schützengilde Poppenroth ins Leben gerufen. 22 Männer, die der Gründerversammlung beiwohnten, legten den Grundstock für den heute so erfolgreichen und gesellschaftlichen engagierten Schützenverein im Stadtteil Poppenroth. Das eigene Schützenhaus mit voll ausgestatteter elektronischer Schießanlage zählt zu einer der modernsten Schießanlagen in Bayern. Hier finden fast 100 aktive Schützen im Alter von 10 bis 90 Jahren Platz und Freude für ihren Freizeitsport, heißt es in einer Pressemitteilung der Schützen.

Königsschuss der Höhepunkt des Schützenjahres

Der Höhepunkt des Schützenjahres ist der traditionelle Königsschuss. Immer im Mai, wenn die Birkenblätter grünen, treffen sich die Mitglieder der Gilde, um Ihren neuen Schützenkönig zu ermitteln. Das Brauchtum pflegen und die Tradition fortsetzen wird in der Tat umgesetzt. So wird der Schützenkönig 2022 genauso ermittelt wie vor 60 Jahren, bestätigt Gründungsmitglied Gerd Metz. Man sollte als Mitglied der Schützenfamilie einmal Königswürde erlangen, ob als Jugendlicher oder als Senior. "Am Baum lehnen, die Sonne scheint Dir in die Augen, und Du hast nur einen Schuss, um den 10er auf der roten Adlerscheibe zu treffen, da steigt der Blutdruck, und der Puls fängt an zu rasen", so der 79-Jährige. "Der Beifall der Zuschauer nach deinem Schuss zeigt dann schnell die gesellige Seite des Vereins."

Gänsehaut-Momente

Nach der Auswertung mit modernstem digitalem Gerät machen sich die Vereinsmitglieder auf den Weg, um die Wohnhäuser der neuen Könige zu schmücken und mit einem kleinen Umtrunk auf den Erfolg anzustoßen. Am Wochenende darauf, so ist es Tradition, lädt der König zum Ball. Der Verein wirft sich in Schale und zieht mit Fahne und Blasmusik durch den Stadtteil, um seine neuen Hochwürden zum Ball einzuholen, wo sie dann offiziell mit Pauken und Trompeten gekrönt werden. "Wenn Du unter den Birken stehst und hörst, die Blasmusik kommt näher, bekommst Du Gänsehaut, und der Erfolg und die Freude steht Dir ins Gesicht geschrieben. Das ist mir in meiner Laufbahn auch gelungen," so der Mitgründer der Schützengilde 1962, Gerd Metz.