Der 10. ehrenamtliche Einsatz des Helferkreises für den Kapellenfriedhof Bad Kissingen stand unter einem besonderen Vorzeichen. Zur Mithilfe hatte sich eine Schülergruppe der Anton-Kliegl-Mittelschule angeboten.
Die Helfer befassten sich erneut mit Soldatengräbern des Krieges von 1866. Arbeitsziel waren die beiden Gräber preußischer Offiziere am nördlichen Weg des Kapellenfriedhofs. Am Grab des Hauptmanns August von Zwehl vom 2.
Posenschen Infanterieregiment Nr. 19 wäre der schwere Grabstein wäre ohne den Einsatz eines Flaschenzugs nicht zu bewegen gewesen, den die zur Zeit im Kapellenfriedhof mit Grabrenovierungen beauftragte Steinmetzfirma Herbert Böllner aus Lauter (Lkr. Bamberg) zur Verfügung gestellt hatte.
Auch zivile Grabstellen wurden von Überwucherungen gereinigt. Die Steinmetzfirma Böllner hatte dort auch einen umgestürzten bürgerlichen Grabstein wieder aufgerichtet.
Bei dieser Arbeit arbeiteten zwei Schüler der Anton-Kliegl-Mittelschule in Bad Kissingen mit, die unter Führung ihrer Lehrerin Christina Danz im Einsatz waren. Die Lehrerin hatte sechs Schüler und Schülerinnen motivieren können, in ihrer Freizeit im Kapellenfriedhof mitzuarbeiten.


Am Grab von Anton Kliegl

Die Schülergruppe der Anton-Kliegl-Schule befasste sich unter Anleitung von Kreisheimatpfleger Werner Eberth auch mit weiteren Offiziersgräbern. Die Schüler jäteten in mühseliger Arbeit das Efeugestrüpp um die einzelnen Grabsteine und hinterließen auch einen stattlichen Berg von Efeu.
Kreisheimatpfleger Eberth war beeindruckt, dass die Schülergruppe ihn bat, ihnen das Grab von Anton Kliegl zu zeigen, der nach der Inflationszeit in New York reich geworden, die nach ihm benannte Schule in Bad Kissingen gestiftet hatte.


Nächster Termin am 29. Juni

Da sich die Arbeit am ersten Offiziersgrabstein schwieriger gestalteten als erwartet, wird die Arbeit in der nächsten Woche am Mittwoch, 29. Juni, schon um 15 Uhr fortgesetzt.