Der Mann legte das beschädigte Armband in einem Laden in der Innenstadt zum Ankauf vor. Der Schmuck war mit einem entsprechenden Prägestempel versehen, und auch die durchgeführten Tests ließen keine Zweifel an der Echtheit aufkommen. Daher kaufte der Händler das Stück und zahlte 561 Euro in bar aus.
Den Geschäftsmann beschlich aber schon wenig später ein ungutes Gefühl und so schnitt er das Armband zur genaueren Prüfung auf. Dabei musste er feststellen, dass er auf eine so genannte "gefüllte Hohlware" hereingefallen war. Nur das Äußere des Schmucks besteht hierbei tatsächlich aus Gold. Der Wert des angekauften Armbands beträgt höchstens 150 Euro.
Der Händler hatte sich zwar von dem Verkäufer dessen slowenischen Ausweis vorlegen lassen und diesen kopiert. Doch führt diese Kopie vermutlich nicht zum Täter. Der polizeiliche Sachbearbeiter hat sich das Dokument angeschaut, und es bestehen schon nach dem ersten Eindruck erhebliche Zweifel an dessen Echtheit. Der Täter wird wie folgt beschrieben: 30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, schlank, kurze schwarze Haare. Er trug eine Goldkette und dürfte aus dem osteuropäischen Raum stammen.