Die Quadratur des Kreises gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Ein ähnlich kniffeliges Problem stellt die barrierefreie Erschließung von Schloss Aschach (Landkreis Bad Kissingen) dar. Fast 500.000 Euro will der Bezirk Unterfranken investieren, um das historische Gebäude hoch über der Fränkischen Saale auch Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen.


Das hat der Bau- und Umweltausschuss auf seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig beschlossen. Der verantwortliche Architekt Klaus-Jürgen Edelhäuser, der den Bezirksräten seine Planungen vorstellte, bekam dennoch mit auf den Weg, eine Alternative für den Außenaufzug zu suchen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Bezirks Unterfranken hervor.


Museum für alle zugänglich

Das vorgelegte Konzept sieht zum einen den Bau eines Aufzugs im Bereich der Außentreppe vor, der bis auf die Höhe des Haupteingangs führen soll, und zum anderen einen weiteren Aufzug über alle Etagen im Innern des Gebäudes. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sollen so jeden Teil des Museum erreichen können. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) erinnerte in diesem Zusammenhang an die große Bedeutung der Inklusion für den Bezirk.

Andererseits ist Schloss Aschach ein weit über die unterfränkischen Grenzen hinaus bekanntes historisch bedeutendes Bauwerk, dessen Charakter für die Nachwelt erhalten werden müsse. Architekt Edelhäuser legte in seinem Konzept deshalb großen Wert darauf, die Aufzüge möglichst unauffällig in das alte Gemäuer zu integrieren.


Architekt muss nachbessern

Mit dem Landesamt für Denkmalpflege seien seine Pläne bereits abgestimmt. Bei dem innenliegenden Lift könne man den Aufzugsschacht so weit in die Mauer versenken, dass die Wände daneben ihre Anmutung behalten. Für Diskussionen sorgte der Lift an der Außenseite, dessen Glasverkleidung nach Ansicht der Bezirksrät allzu wuchtig sei. Sie wünschten eine filigranere Lösung.