Das Saale-Musicum erstreckt sich über sieben Wochen. "Insgesamt nehmen daran 2000 Aktive teil - eine beachtliche Leistung", sagte Lapp. Grundgedanke der Konzertreihe sei es, einmal im Jahr die Kultur der Heimat sichtbar zu machen wolle. Und so trat auf dem Marktplatz der Kindersingkreis unter der Leitung von Sandra Metz auf, die Bläservereinigung Burkardroth war ebenfalls vor Ort.

"Wir haben viele gut ausgebildete junge Musiker in der Region. Seit Generationen wird hier die Musik gepflegt", ergänzte der Projektkoordinator. Die Jugendpflege in den Vereinen sei sehr gut, die Ausbildung hervorragend.
Elisabeth Kuhn bezeichnete die Station des Saale-Musicums in Burkardroth als eine "Perle in der Veranstaltungsreihe. Wir haben im Markt viele Musikkapellen und Gesangsvereine, die hervorragende Arbeit leisten. Mit geht das Herz auf, wenn man sieht, wie die Musiker hier stehen und spielen." Natürlich stecke hinter einer solchen Veranstaltung eine Menge Arbeit, die jedoch immer sehr gut bewältigt werde.

Auch für den Dirigenten der Burkardrother Bläservereinigung, Thomas Reuß, ist das Saale-Musicum etwas Besonderes. "Da wir in jedem Jahr sehr viel Konzerte haben, ist für uns Vielseitigkeit wichtig", erzählt der Dirigent. Man nehme an Festzügen teil, spiele bei kirchlichen Anlässen auf und halte Konzerte ab. "Für uns ist der Auftritt beim Saale-Musicum einer der Höhepunkte im Jahr", ist Reuß überzeugt.

Am Musikpavillon hat der Verein außerdem die Bewirtung der Gäste übernommen. Auch Freunde und Bekannte der Musiker packten mit an. Der Nachwuchs spielte beim Konzert ebenso auf und zeigte sein Können. Die Bläserkids fungierten als Vororchester, dem sich der Auftritt der Bläservereinigung anschloss. Mit dem Lied "Jubelklänge" von Ernst Uebel wurde das Publikum auf das Konzert eingestimmt, weiter ging es mit dem anspruchsvollen und sehr unterhaltsamen "Variazioni in Blue" von Jacob de Haan. Das "La Mer" von Charles Trenet, das sich anschloss, dürfte vielen Besuchern bekannt vorgekommen sein, fand es doch Verwendung bei Krimiserien wie Derrick aber auch bei Mr. Bean. Eher die traditionelle Richtung schlug das "Solo für zwei Tenorhörner" von Franz Watz ein.

Für Begeisterung sorgte die Polka "Die Teufelszunge" für Trompete. Komponiert hatte das Stück Hugo Schmidt, arrangiert der Dirigent der Bläservereinigung Thomas Reuß. Dabei zeigte Laura Breuter, die im Verein auch als Dirigentin für die Jugend fungiert, an der Trompete ihr ganzes Können.