Eine Rosenstadt ist Bad Kissingen, keine Frage. Im Rosengarten kann man auf rund 2,5 Hektar etwa 155 Sorten Rosen bewundern. Und Bewunderer hat die Stadt nicht nur hier für ihre Rosen, in allen Kur- und Parkanlagen sind blühen sie in allen Farben. Die Bedeutung dieser Blume für die Badestadt wird untermauert dadurch, dass es in Bad Kissingen einen Rosenball gibt, bei dem die Rosenkönigin der Stadt gewählt wird.

Doch bis dahin ist ein längerer Weg für die Bewerberinnen. Sie werden zwar erst am Rosenball offiziell intronisiert, die Vorauswahl hat aber schon jetzt begonnen. "Ich liebe Bad Kissingen und ich liebe Rosen, bewundere das Rakoczyfest und möchte man von klein auf irgendwann mal mit dabei sein und eine schöne Rolle übernehmen", sagt Stefanie Schubert aus Garitz. Sie möchte gerne Rosenkönigin werden. Damit ist sie allerdings nicht allein. Rund 20 Kandidatinnen haben sich beworben "und hatten auch schon ihren ersten Auftritt", berichtet Thomas Lutz, der Verantwortliche des Stadtmarketings für die Wahl der Rosenkönigin.

Amtszeit beträgt ein Jahr

Am 15. Juni ist es wieder soweit: Beim Rosenball wird die Rosenkönigin gewählt, für eine einjährige Amtszeit. Noch gut acht Wochen sind es bis dahin und doch haben bereits konkrete Vorarbeiten für die Wahl begonnen. An diesem Wochenende wurden die ersten Fotos der jungen Damen im Fotostudio von Romana Kochanowski geschossen. Zu diesem Termin sind eigentlich alle der jungen Damen erschienen, denn sie haben sich alle selbst angemeldet, keine wurde von Freunden oder Bekannten "gemeldet", sagte Lutz bei dieser Gelegenheit.

Einige Prüfungen zu bestehen

Es werden einige wieder "abspringen", schließlich soll oder muss die zukünftige Rosenkönigin ein Jahr lang die Stadt auf verschiedenen Veranstaltungen repräsentieren. Bis es aber soweit ist, stehen den jungen Damen noch einige "Prüfungen" bevor. Nach dem Fotoshooting vom Wochenende kommt als nächstes ein Online-Voting auf "www.badkissingen.de", bei dem zwischen dem 29. April und dem 5. Mai jede Kandidatin Stimmen sammeln wird. Dann geht es Schlag auf Schlag: Am 9. Mai werden sich einige Jurymitglieder einen ersten Eindruck von den jungen Damen im Rahmen des Sommerfestes der Spielbank verschaffen, die an diesem Tag nicht nur Jetons verkaufen, sondern auch Interviews mit Persönlichkeiten aus Stadt und Politik führen sollen.

Die "heiße Phase" — Am Dienstag, 21. Mai, wird dann eine Jury im "Weißen Saal" des Regentenbaues das Wissen der jungen Damen über Bad Kissingen und ihre Kreativität und Spontanität erforschen und bei diesem Casting die drei Finalistinnen für den Rosenball am 15. Juni bestimmen. Am Rosenball entscheiden dann die Besucher des Abend durch die Vergabe von Rosen an ihre Favoritin, wer die neue Rosenkönigin von Bad Kissingen sein wird. Wer beim Rosenball die meisten Rosen bekommt, wird es sein.

Franziska Bischof will dann auch dabei sein. Vor fünf Jahren hatte sie, die vor 26 Jahren in Bad Kissingen geboren wurde, den ersten Kontakt richtigen Kontakt zu ihrer Heimatstadt. Für ihre Bachelor-Arbeit "internationales Marketing" praktizierte sie bei der Stadtverwaltung und schrieb ihre Arbeit dann in Italien, wo sie bis vor kurzem auch lebte. Nun ist sie zurück bei ihren Eltern, die in Wartmannsroth eine Brennerei betreiben und sie will Rosenkönigin werden. "Das Gebiet und die Region hier haben ein unwahrscheinliches Potenzial, das sich viel besser ausschöpfen lässt". Mit ihrer Bewerbung als Rosenkönigin möchte sie dazu beitragen.

Am 15. Juni, an einem Samstagabend um Mitternacht, wird sich entscheiden, wer beim Rosenball die meisten Rosen bekommt und Rosenkönigin wird.