Doch weder diese Ereignisse, an denen im Nachhinein natürlich weder Bürger noch Bürgermeister etwas ändern können, noch die gesperrte Brücke waren Themen in der Bürgerversammlung. Stattdessen verärgern kaputte Gehwege und der schlechte Räumdienst bei Schneefall die Anwohner, vor allem die der Elfershausener Straße, die in der Versammlung gut vertreten waren. Wie Vereinsringvorsitzender Walter Schultheis monierte habe man bei einer Ortsbegehung sowohl dort als auch in der Westheimer- und in der Paulstraße Asphaltrisse festgestellt. Passiert sei jedoch nichts.

In die gleiche Kerbe schlugen Oskar Ebert und Rainer Sitzmann aus der Straße Losenbach. Sowohl Bürgermeister Ernst Stross (SPD) als auch Stadtbaumeister Detlef Mohr machten jedoch deutlich, dass der Etat für Straßenausbesserungsarbeiten begrenzt ist - in 2013 auf 150.000 Euro - und für Stadtkern und zehn Stadtteile bei weitem nicht ausreicht. "Wir haben zu viele Straßen, die nicht in Ordnung sind, das ist ein Fass ohne Boden", gestand Stross. Auf Nachfrage bestätigte Mohr am Tag nach der Versammlung, dass es noch keinen festen und endgültigen Plan für Sanierungen gibt. Echte Gefahrenstellen hätten jedoch Priorität. "Wir wollen uns kommende Woche die Schadstellen in Westheim anschauen und dann entscheiden."

Verärgert war Schultheiß auch darüber, dass die Kehrmaschine der Stadt erst zwei Tage nach dem Faschingszug durch Westheim gefahren ist. Offenbar wegen der frostigen Temperaturen, doch da, glaubt er, werde mit zweierlei Maß gemessen, denn in Hammelburg sei die Kehrmaschine unterwegs gewesen.

Benachteiligt fühlen sich die Stadtteilbewohner auch, wenn es um die Räumfahrzeuge geht. Hier würden einige Straßen überhaupt nicht geräumt, eine Klage, die Stross ebenfalls aus allen Stadtteilen kennt. Einer Beschwerde aus der Elfershausener Straße folgend, dass dort niemand 30 km/h fahre, obwohl sehr viele kleine Kinder dort wohnen, versprach Stross ein Messfahrzeug vorbei zu schicken. Aber: "Ich weiß aus Erfahrung, dass in der Regel die Ortsbürger und Anwohner rasen, keine Fremden", beugte er späteren Beschwerden vor.

In diesem Zusammenhang erläuterte ein Zuhörer, dass dort keine 30er-Zone gelte, sondern lediglich Tempo 30 und das bis zur nächsten Abzweigung. Warum dann wieder ortsauswärts 30 km/h vorgeschrieben ist, wo keine Häuser mehr stehen, schien jedoch niemandem einleuchtend. Dank der Ortsbeauftragten Gabi Ebert, die eingangs ein Resümee über die letzten zwei Jahren gezogen hatte, beliefert ein Bäcker den Stadtteil und zwar samstags von 7.45 bis 8.15 Uhr in der Westheimer Straße 12 (alte Bäckerei).

Bürgermeister Ernst Stross nannte Schwerpunkte wie die Generalsanierung des Westheimer Kindergartens mit Krippe für 650.000 Euro, die Neugestaltung der Dorfmitte für 8000 Euro mit Asphaltierung der umliegenden Straßen für 30.000 Euro, die Kirchturmsanierung für 9000 Euro, den Ausbau des Friedhofs mit viel Eigenleistung der Bürger sowie das Jugendzentrum für 6400 Euro, das derzeit entsteht.

Ortsbeauftragte Gabi Ebert dankte vielen engagierten Mitbürgern für ihren Einsatz zum Wohl des Dorfes und für Spenden für den Jugendraum, die sich bisher auf 2220 Euro belaufen. Nächster Termin im Ort ist die Aktion "Westheim räumt auf" am 13. April. Mit Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, der Jugendfeuerwehr und des Gartenbauvereins soll die Flur gesäubert werden.

Jürgen Weigand von HAB-net DSL informierte über das Funknetz mit über 200 Kunden, davon 14 in Westheim. Durch ein neues, "hochkompliziertes" Förderprogramm für Firmen könnten auch Bürger zu schnellerem Internet kommen.