Bad Kissingen — Im Regentenbau findet derzeit die 10. Tagung der Leiter des Rettungsdienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) statt. Führungskräfte und Betriebsverantwortliche aus allen 73 BRK-Kreisverbänden nutzen die Gelegenheit zum Informations- und Gedankenaustausch über die Entwicklungen im bayerischen Rettungsdienst.
Das Tagungsprogramm aus Vorträgen, Diskussionen und Workshop wird begleitet von einer Ausstellung von Rettungsmitteln und
Gerätschaften. Hier wird dem Fachpublikum unter anderem ein aktueller Rettungswagen Typ RTW Bayern 2013 präsentiert, sowie ein Schwerlast-Rettungswagen (S-RTW) der aktuellen Generation. Dieses Fahrzeug ist auf Patienten mit besonders hohem Körpergewicht bis 300 kg ausgelegt.

Telemedizin im Rettungswagen

Eine wesentliche Innovation ist das Projekt "Telematik II". Hierbei arbeitet das Bayerische Rote Kreuz im gesamten Freistaat mit dem in Bad Kissingen ansässigen Zentrum für Telemedizin zusammen. Dabei wird über ein mobiles Datenerfassungsgerät (Tablet) die Erfassung aller relevanten medizinischen Daten ermöglicht. Das Tablet kommuniziert dabei mit allen Medizinprodukten im Rettungswagen und ermöglicht dem Rettungsassistenten die Dokumentation. Die Daten dienen zum einen der frühzeitigen Anmeldung in der jeweiligen Zielklinik, werden jedoch auch für wissenschaftliche Auswertungen dokumentiert. Die Patientenversorgung wird dadurch nachweislich wesentlich verbessert.

Neuer Beruf Notfallsanitäter

Eine wesentliche Änderung im Rettungswesen stellt die Schaffung des neuen Berufsbildes "Notfallsanitäter" dar. Zukünftig wird es möglich sein, dass der Notfallsanitäter die notfallmedizinische Versorgung unter bestimmten Voraussetzungen eigenverantwortlich durchführt. Das BRK startet noch in 2014 mit dem ersten Jahrgang an Auszubildenden. red