Bereits eine Stunde vor Beginn der Jahres-Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Riedenberg war Feuerwehrmann Robert Schneider mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Es soll alles wie bei einem echten Einsatz sein, damit die Feuerwehrleute eins zu eins üben können", erklärt er seine anstrengende Vorarbeit.

Ein 60 Kilogramm schwerer Dummy, ausgeliehen von der Werksfeuerwehr der Firma Paul & Co und angezogen wie ein Feuerwehrmann, musste von ihm die schmale Treppe eines alten, leerstehenden Hauses, das als Übungsort diente, hinauf- geschleppt werden. Dann kam die "Rauchmaschine" in allen Räumen zum Einsatz. Die 31 Feuerwehrleute erwartete - erschwert durch die schon herrschende Dunkelheit des frühen Herbstabends - scheinbar undurchdringlicher Rauch.

Zwölf Feuerwehrleute mussten schweres Atemschutzgerät anlegen. Mittels Stirnlampen wurde ein wenig Licht in das Dunkel gebracht, um die "verletzte Person" überhaupt finden und schließlich bergen zu können. Eine Infrarotkamera, ausgeliehen von der Bad Brückenauer Feuerwehr, kam auch zum Einsatz. Diese kann bei undurchdringlichem Rauch die einzige Möglichkeit sein, Personen aufzufinden.

Schließlich gelang es, die Übungspuppe im Dachgeschoss zu bergen und durch ein kleines Fenster abzuseilen, wo sie von den dort postierten Feuerwehrmännern in Empfang genommen wurde und mittels Trage abtransportiert werden konnte. Feuerwehrkommandant Thorsten Hawener, der die Einsatzleitung hatte, war sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Männer und der einzigen Feuerwehrfrau.