"Die Polizei kann da auch nichts machen", sagt Marianne Leipold. In der Nacht zum Montag den neunten November sind Unbekannte auf das einsturzgefährdete Vordach des Bahnhofsgebäudes geklettert und haben ein Transparent mit der Aufschrift "Refugees Welcome" aufgehängt.

Leipold hat sich nun an die Saale-Zeitung gewandt. "Vielleicht schreckt das ja die Leute ab", meint die Pächterin des ehemaligen Bahnhofsgebäudes in Ebenhausen.
Vor zwei Jahren hat sie das Gebäude übernommen. Seit etwa zwei Monaten häufen sich Fälle von "respektlosem Umgang mit ihrem Eigentum", wie sie es nennt. Damit bezeichnet sie unter Anderem den Diebstahl einer Kupferrinne und eines Eichenholzgitters im Heizraum. Laut Leipold müsse die Vertäfelung abgesägt worden sein, um sie zu entfernen. "Das ist gutes Holz, die Leute nehmen hier mit, was sie kriegen", kommentiert sie. Weil sie das Schloss des Heizraums kurz zuvor entfernen musste, sei die Tür leicht zu öffnen gewesen.


Diebstahl angezeigt

Zudem "verrichten dauernd Leute ihr Geschäft hinter dem Häuschen", sagt Leipold, und oft müsse sie Aufkleber von den Scheiben des Hauptgebäudes entfernen. Der Diebstahl des Kupferrohrs fand vor zwei Monaten statt und wurde auch zur Anzeige gebracht. Wegen der regelmäßigen Verunreinigungen und auch des Plakates wegen wollte Leipold jedoch nicht zur Polizei gehen. Ihr Mann habe ihr davon abgeraten, "das ist nur noch mehr Arbeit", habe er zu ihr gesagt. Abhängen könne sie das Plakat auch selbst.

Leipold ist seit zwei Jahren Pächterin des ehemaligen Bahngebäudes. Seitdem renoviert sie, um im kommenden Frühjahr ihr "Stöberparadies" eröffnen zu können. So möchte sie ihren Laden dann nennen. mak