Das komplette Abwasser von Hausen läuft über zwei Elektropumpen "Am Schönborn" ab. In der Vergangenheit gab es immer wieder Komplikationen durch Verstopfungen und Störungen. Nach genauen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die beiden Hochleistungspumpen zerschlissen waren.
Aus Gründen der Betriebssicherheit kam nur ein Austausch der Pumpen in Frage, heißt es in der Pressemitteilung. Die Erneuerung wurde von der Firma Scheba aus Schweinfurt durchgeführt. Die Kosten bewegen sich in einem Rahmen von rund 20 000 Euro.
Im Juni waren die zwei neuen Pumpen und die Druckleitungen aus Edelstahlrohr angeliefert worden. Zunächst waren einige vorbereitende Maßnahmen nötig. Bevor die Auswechslung vorgenommen werden konnte, war es nötig den Pumpensumpf trockenzulegen und von Wasser freizuhalten.
"Die Umleitung des gesamten Kanalnetzes erwies sich als ein schwieriges Unterfangen", erklärte Hubert Müller von der Kläranlage Bad Kissingen. An der Kurve zur Hausener Straße wurde eine vorläufige Pumpe gesetzt, drei Zuläufe mit Schiebern abgeriegelt und gleichzeitig drei Kanäle miteinander verbunden. Somit war es möglich, das Wasser durch Blasenbildungen anzustauen und in Richtung Postweg bzw. Bad Kissingen abzuleiten. Nach diesen Arbeitsschritte konnten die Einbauarbeiten der zwei neuen Pumpen in der jetzt wasserfreien Pumpstation beginnen.
Zum Schluss wurde es noch einmal spannend, da die abgeschieberten Zuläufe wieder geöffnet werden mussten und ein einwandfreier Betrieb nur zu erwarten war, wenn sich keine Blasen mehr im Kanalnetz befanden. Mit Geduld und Sachkenntnis bekam das Fachpersonal die Probleme in den Griff.
Die Pumpen werden elektrisch betrieben und schalten sich bei Bedarf selbständig an- und ab. "Ab sofort können sich die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Hausen auf eine störungsfreie Pumpstation verlassen", verspricht die Stadt.