Der Dorfladen in Premich ist noch immer im Gespräch - obwohl der Gemeinderat des Marktes Burkardroth dem Vorhaben bereits grünes Licht gegeben hat. Für die Finanzierung will die Kommune eine Ausfallbürgschaft übernehmen. Diese müsste das Landratsamt genehmigen. Tat es aber nicht. 2019 kam die Ablehnung seitens der Kommunalaufsicht. Mitglieder des Gemeinderats erfuhren erst auf Nachfrage in der jüngsten Sitzung davon.

Darauf von den Räten in der Sitzung angesprochen reagierte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) zunächst folgendermaßen: "Das ist mir neu". Er könne aus dem Stegreif nichts dazu sagen. Ganz neu schien die Information allerdings nicht zu sein. Laut Lena Pfister, zuständig für Pressearbeit im Landratsamt, handelt es sich um "das Schreiben vonseiten der Kommunalaufsicht, das Anfang November 2019 an die Marktgemeinde Burkardroth ging". Darin lehnt die Kommunalaufsicht die Ausfallbürgschaft ab. Gründe dafür waren nicht ausreichende Unterlagen und weitere offene Fragen. "Dies bedeutet jedoch keine endgültige Ablehnung", sagt sie. Über den Antrag könne erst entschieden werden, "wenn die in dem Schreiben genannten Forderungen und Unterlagen vollständig und plausibel vorliegen."

Seinem Stellvertreter, Daniel Wehner (CSU), hat Bug den Inhalt des Briefes offensichtlich auch nicht mitgeteilt: "Ich weiß offiziell nichts über den Eingang des Briefs und den weiteren Fortgang des Projekts". Neu war die Entwicklung auch für Gemeinderat Bernd Müller: "Das war für mich überraschend." Das Gremium habe im vergangenen Juni beschlossen, was finanziell leistbar sei. "Durch das Schreiben hat die Sache einen neuen Rahmen bekommen, über den geredet werden muss."