Auch in diesem Jahr werden in der Nacht zu Allerheiligen wieder zahlreiche verkleidete Kinder an den unterfränkischen Haustüren klingeln und mit der in der Regel gut gemeinten Drohung "Süßes oder Saures" Süßigkeiten einfordern.

Dieser Brauch zu Halloween hat sich mittlerweile auch bei in unseren Breiten etabliert, stellt das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung fest, allerdings sei in den vergangenen Jahren auch immer wieder die
Grenze vom Scherz zur Straftat überschritten worden. Deshalb wird die Polizei auch dieses Jahr wieder verstärkt im Einsatz sein. Das Beschmutzen von Wänden mit Farbe oder Eiern sowie das Anzünden von Briefkästen - auch mit Silvesterkrachern - stellen Sachbeschädigungen dar, so Polizeisprecher Michael Zimmer, und haben in der Regel ein juristisches Nachspiel. Hier sollten Erziehungsberechtigte schon im Vorfeld im Dialog mit ihren Kindern die Konsequenzen überzogener Streiche aufzeigen.

Aus polizeilicher Sicht wäre es darüber hinaus empfehlenswert, wenn die Kinder auf ihrem Weg durch die Straßen von zumindest einem Erwachsenen begleitet werden. Nächtliche Ruhestörung kann durch überlaute Halloweenfeiern ohne Rücksicht auf die Nachbarn eine Anzeige und ein Bußgeld nach sich ziehen. Dies gelte gerade vor dem Hintergrund, dass es sich bei Allerheiligen um einen sogenannten "stillen Tag" handelt, an dem öffentliche Veranstaltungen grundsätzlich nur erlaubt sind, wenn der ernste Charakter dieses Tages gewahrt bleibt.
Die Polizei wird aufgrund der Erfahrungen in der Nacht zum 1. November verstärkt auf den Straßen präsent sein. Und zwar nicht um denen, die Halloween friedlich feiern und den Kindern den Spaß zu verderben, sondern um den Auswüchsen manchen Treibens entgegenzuwirken.