Über Notruf hatte ein Passant der Polizei mitgeteilt, dass soeben ein Einbrecher aus dem Fenster des Telekom-Shops in der Ludwigstraße herausgesprungen sei und nun mit seiner Beute fliehe. Zuvor hatte der 35-jährige Täter mit einer Fliese die Scheibe des Geschäfts eingeschlagen und das Fenster geöffnet. Daraufhin wurde sofort eine Fahndung mit mehreren Polizeistreifen eingeleitet.

Der Passant mit dem Handy am Ohr verfolgte den flüchtigen Einbrecher, doch dieser sprang auf sein in etwa 100 Meter Entfernung abgestelltes Fahrrad und entfernte sich Richtung Innenstadt. Auf seiner Flucht verlor der Mann fast die komplette Beute, da der Gelbe Sack, in dem er das Diebesgut verstaut hatte, aufriss und die Handys herausfielen. Nachdem er die Ausweglosigkeit seines Vorhabens erkannt hatte, stopfte der Einbrecher auch noch die restliche Beute, sowie den Sack in eine Mülltonne und suchte sein Heil in der Flucht. Die komplette Beute konnte fast unbeschädigt sichergestellt und den Geschädigten übergeben werden.


Eindeutige Identifizierung



Aufgrund der guten Beschreibung des Zeugen und der durch seine Beobachtungen bekannten Fluchtrichtung konnte eine Zivilstreife einen radelnden Tatverdächtigen in der Hemmerichstraße ausmachen. Beim Annähern erkannte der Beamte, dass es sich um den Täter handeln müsse und nahm diesen kurz vor der Wohnung seines Bruders fest.

Bei dem Täter handelt es sich laut Polizei um einen amtsbekannten Betäubungsmittelkonsumenten, der laut eigenen Angaben mit seinem ungeplanten Einbruch spontan Geld für die Finanzierung seiner Sucht auftreiben wollte.

Neben diversen relativ billigen Mobiltelefonen und einigen Vorführattrappen hatte der Täter rund 85 Euro Bargeld aus der Kasse entwendet. Die hochwertigen Geräte hatte er jedoch unbeachtet stehen lassen. Der bereits erheblich vorbestrafte Mann wurde nach der Festnahme zur Dienststelle verbracht und gestand seine Tat. Gegen ihn wird eine Strafanzeige wegen besonders schweren Diebstahls vorgelegt. Auf Grund seiner Vorgeschichte dürfte ihn eine erneute Haftstrafe erwarten. pol/red