Bei Reinigungsarbeiten von 1000-Liter-Containern kam es am Samstagmittag aus unbekannten Gründen zu einer Explosion in einer Halle der Firma Grünig im Industriegebiet Albertshausen. Das durch die Explosion entstandene Feuer setzte noch leere Container in Brand, so dass es zu einer massiven Rauchentwicklung kam. Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich mehrere Mitarbeiter der Firma Grünig in der Halle, die vermisst wurden.
Die zuständige Feuerwehr Albertshausen unter
Führung vom Kommandant Ralf Faulhammer traf als erste an der Schadenstelle ein. Nach einer kurzen Erkundung der Lage entschied man sich, da keine Atemschutzgeräteträger dabei waren, eine Löschwasserversorgung von außerhalb aufzubauen und auf Unterstützung zu warten.


Zwei Abschnitte gebildet

Die kam dann auch. Als weitere Wehren trafen die Feuerwehren aus Poppenroth und Oberthulba mit einem Löschfahrzeug ein. In der Zwischenzeit war auch der zuständige Kreisbrandmeister Steffen Kiesel eingetroffen, der den Kommandanten und Einsatzleiter Ralf Faulhammer unterstützte. Die Einsatzleitung bildete dann zwei Abschnitte. Der Abschnitt 1 im Hof wurde dem Kommandanten aus Oberthulba zugewiesen. Ihm wurden die Feuerwehren Albertshausen, Oberthulba und Poppenroth unterstellt. Da der Atemschutztrupp der Feuerwehr Poppenroth im Innenangriff verunglückte, wurde auch noch die Feuerwehr Garitz mit zwei Fahrzeugen dem Abschnitt 1 unterstellt.

Im hinteren Teil des Betriebes wurde über die Feuerwehrzufahrt zur Halle der Abschnitt 2 gebildet. Den hatte alleine die Feuerwehr Bad Kissingen zu bewältigen, die mit sechs Fahrzeugen und rund 40 Mann im Einsatz war. Neben der Brandbekämpfung und der Personenrettung in der Halle wurde auch von außen eine Wasserwand über die Drehleiter aufgebaut um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.


Kein wirklicher Ernstfall

Zum Glück war alles nur gestellt, war alles nur eine Übung. Dabei wurden die Feuerwehren durch Mitlgieder des Roten Kreuzes unterstützt, die den Verletzten-Sammelplatz aufbauten. Das Team "Realistische Unfalldarstellung" der Feuerwehr Bad Kissingen hatte die fünf verletzten Darsteller entsprechend dem Szenario geschminkt, und Stadtbrandmeister Michael Wolf sorgte in der Halle für die entsprechenden Effekte.

Nach rund eineinhalb Stunden waren die vermissten Personen gerettet und das Feuer gelöscht. Eine Person konnte aber nur noch tot unter einem Behälter geborgen werden.

Nachdem die Feuerwehren ihre Geräte wieder eingepackt hatten, dankte Stadtbrandinspektor Harald Albert bei der Abschlussbesprechung allen Übungsteilnehmern und der Firma Grünig, die bereitwillig ihre Gebäude zur Verfügung gestellt hatte.