Bei der eigentlich letzten Säuberungsaktion 2015 im Kapellenfriedhof waren auf Einladung von Kreisheimatpfleger Werner Eberth wieder sieben Helfer zusammengekommen, um zum Schluss der Saison im Kapellenfriedhof einiges zu verbessern.
Als Erstes wurde unter dem größten Efeubaum ein aus einem Grab herauswachsender, wegen des Schattens nur noch einseitig beasteter Nadelbaum gefällt und das Grab von Efeuwucherungen befreit.
Das Holzkreuz auf dem Grab Sebald steht nun wieder frei, seine hölzerne Gedenktafel wird von Stadtheimatpfleger Peter Kaidel, der erstmals bei dem Helferkreis mitarbeitete, zu Hause überarbeitet und an dem nunmehr frei stehenden Grabkreuz angebracht.
Eine größere Aktion wurde der Versuch, das Grab des Büttnermeisters Michael Reuß († 1855), unter dem kleinsten der drei Efeubäume auf dem Kapellenfriedhof, wieder in eine ordentliche Form zu bringen. Eine Efeuwurzel hatte bereits den linken Teil des Grabmals weggedrückt, der jedoch, aus brüchigem Sandstein gefertigt, sich aufspaltete. In mühsamer Arbeit entfernte man den Großteil der Efeuwurzeln aus dem Grabbeet, das nun wieder seine originale Steinfassung hat.
Eine weitere Aktion war die nicht mehr mittig liegende Grabplatte am Grab Dauch wieder in die Grabesmitte zu verlegen und seitlich anzuheben. Es handelt sich um die Grabtafel für den Kaufmann Stefan Blum aus Frankfurt († 1898), der in die Familie Dauch, den Erbauern des heutigen Kaufhauses Grom, eingeheiratet hatte.


Noch ein Einsatz

Eigentlich sollte der von schönstem Wetter begünstigte Einsatz auf dem Kapellenfriedhof für dieses Jahr der letzte sein, Organisator Eberth wird jedoch die Helfer nochmals zusammenrufen, wenn ein am Boden abgefaultes Holzgrabkreuz wieder einen soliden Fuß hat. Die Wiederaufstellung dieses Kreuzes soll die Jahresarbeit abschließen.