Auch wenn Dieter Densch und Pater Leo Lobo sich nicht jedes Jahr sehen können und manchmal wochenlang nichts voneinander hören, wissen sie doch, dass sie sich auf die Freundschaft des anderen verlassen können. Der Pater, der in Busunju/Uganda eine Schule leitet, besucht gerade Deutschland, um unter anderem seine Freunde in Diebach und Machtilshausen zu treffen. Densch möchte ihm helfen, dass er seine Kinder weiterhin unterrichten und ernähren kann.

Nach den Osterferien kam ein Mädchen zu Pater Leo, weil es die Schule verlassen wollte. Ihre Mutter, die ihr den Aufenthalt im Internat finanzierte, war gestorben. Pater Leo beschloss, dass sie weiterhin zur Schule gehen kann, wenn er auch nicht wusste, wie er es finanzieren sollte. Auch ihr Bruder hatte schon in der 3. Klasse abgebrochen, eines von vielen Beispielen, denn bei vielen Kindern ist Geldmangel der Grund, die Schule zu verlassen.

Uganda ist eines der ärmsten Länder der Welt. Fast 50 Prozent der Bevölkerung sind Kinder bis 15 Jahre. Das stellt das Land vor ganz besondere Probleme. Uganda, das seit 1962 unabhängig ist, liegt direkt auf dem Äquator. Die Menschen dort haben turbulente Zeiten durchgemacht, die geprägt waren von Konflikten und Kriegen.
Zwischen 1971 und 1986 verloren schätzungsweise 800 000 Ugander ihr Leben durch Gewalt und Mord. Auch in Folge der Kriege und Konflikte leben viele Menschen in elender Armut. Es gibt viel Analphabetismus und viele Menschen haben keinerlei Bildung. Sie kennen ihre Rechte und Aufgaben nicht. Man sieht hier in jedem Moment Armut und Elend.

Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe von Pater Leo und seinen Mitbrüdern, die Kinder zu unterrichten. Die Ordensgemeinschaft der Kapuziner arbeitet in sieben verschiedenen Dörfen in Uganda. Lobo unterrichtet in einem Dorf namens Busunju, ca. 56 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. In der Nähe gibt es einige staatliche Schulen. Aber die Infrastruktur ist immer noch unterentwickelt. Die Klassen der staatlichen Schulen sind zu groß und werden nur von wenigen Lehrern unterrichtet. Schulmaterial ist, wenn überhaupt, nur sehr lückenhaft vorhanden.

Die Grundschule in Busunju wurde von den Kapuzinern 2002 gegründet. Im Jahr 2010 hat Leo Lobo die Leitung der Schule übernommen. Damals besuchten 440 Kinder die Schule und es blieben 218 Kinder davon im Internat. Mittlerweile haben die Kapuziner auch die Hochschule im letzten Jahr übernommen, nun besuchen 740 Kinder die Schule. Viele sind Waisen oder haben nur noch ihre Mutter. Meistens sind die Eltern durch Aids gestorben. Deswegen können viele ihre Ausbildung nicht mehr weitermachen. Pater Leo möchte den Kindern den Schulbesuch mindestens bis zum Abschluss der Grundschulzeit ermöglichen.

Die Kinder werden von 34 ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet; 15 davon in der Hochschule. Zur Mittagspause erhalten sie eine Mahlzeit, die in der Schulküche zubereitet wird. Für die medizinische Betreuung sorgt ein Krankenpfleger. Im Internat kümmern sich Erzieher um die Kinder.

Pater Leo und sein deutscher Freund Dieter Densch bitten nun um Spenden, da den Kindern oft das Geld für Essen, Schulbücher und Kleidung fehlt. Einige Kinder haben Patenschaften, einen Teil der Beträge zahlen auch viele Eltern. Trotzdem fehlt es an allen Ecken und Enden. Für 30 Euro kann ein Kind einen Monat lang essen und die Schule besuchen. Dieses Kind wächst mit Perspektiven auf.

Spendenkonto: Uganda Hilfe, Kto.- Nr.770 111 7564, Raiffeisenbank, Glattbach, BLZ 795 625 14, Stichwort: Spende für Pater Leo Lobo. Weitere Infos gibt es auch bei Frau Mracek, bei der Leo Lobo während seines Aufenthaltes in Deutschland wohnt, Tel. 06021/ 47885. Die Spende kommt ohne Abzüge den Kindern zugute.