Nach liebgewordener Tradition hatte der "Sängerkranz Reichenbach", in Zusammenarbeit mit der "ARGE Fränkische Volksmusik" dazu eingeladen und aus Nah und Fern waren sehr zahlreich Freunde der Fränkischen Volksmusik, des fränkischen Volksliedes und Verehrer der Muttergottes in die Perle des Rokoko in Nordbayern, in die Klosterkirche in Münnerstadt gekommen.
Mit dem aus vielen Kehlen vom Volk gesungenen und mit Begleitung der Bläsergruppe mächtig aufklingenden Gruß "Gegrüßet seist Du Königin", nahm die eineinhalbstündige musikalische Marienandacht ihren Anfang. Mit der im wohlklingenden, vierstimmigen Chorgesang vorgetragenen Aufforderung "Nun fanget an zu singen, eröffnet euren Mund!", tat sich danach ein vielseitiges, abwechslungsreiches Programm auf, in welchem sowohl die Gruppen des "Sängerkranz", also Gemischter Chor, Akkordeongruppe, Flötengruppe Familie Betzer, Solisten und Bläsergruppe; als auch Gastgruppen mit unterschiedlichsten Klangbildern die Veranstaltung als buntgefärbte Palette von Marienliedern und -Weisen darstellten.
Gäste waren die Veehharfengruppe der Lebenshilfe Nüdlingen, die Gruppe "Querbeet" aus Rannungen und die "Öspringer Mädli" aus Urspringen im Spessart. Auch optisch boten die Mitwirkenden in ihren farbenfrohen Fränkischen Trachten ein sehr kontrastreiches Bild, das wunderbar mit den Stuckornamenten und reich verzierten Figuren des Altarraumes harmonierte.

Gesang und Instumentalmusik


Mal gesungen, mal gespielt wurden von den Gruppen altbekannte und lieb gewordene Marienweisen aus dem fränkischen Raum. Da waren gefühlvolle Melodien, mächtig aufklingende Chorsätze, zarte Saitenklänge der Veeharfengruppe und kunstvolle Läufe der Flöten zu hören. Sanft umschmeichelten Akkordeonklänge die Ohren der gebannten Zuhörerschaft. Mit reinen Frauenstimmen plus Männerbass waren die Urspringer zu vernehmen, während die Gruppe "Querbeet" mal gesanglich, mal instrumental mit wechselnder Instrumentierung ihre Weisen zum Vortrag brachte.
Beliebte Weisen zum Lobpreis und zur Verehrung der Gottesmutter wie Meerstern ich dich grüße; Der Engel des Herrn; Ave Glöcklein läutet still; Sei gegrüßt o Jungfrau rein; Maria, du Schöne waren dabei, neben weiteren Lobpreisen Mariens zu hören. Aber auch eingängige, wohltuende und doch Gänsehaut machende Instrumentalweisen klangen, dargeboten von verschiedenen Besetzungen, durch das prachtvolle Kirchenschiff.
Sehr eindrucksvoll das Trompetensolo des 16-jährigen Robin Hillenbrand, der von der Empore herab das Ave Maria aufspielte, an der Orgel begleitet von Bernd Hammer, sowie eine auf dem Flügelhorn gespielte Weise. Die Besucher waren im gemeinsamen Singen mit der Bläsergruppe mit den Liedern "Sagt an wer ist doch diese" und dem mächtigen, jubilierenden Schlussgesang "Sei Mutter der Barmherzigkeit" aktiv in die Gestaltung der musikalischen Andacht zum Feiertag "Mariä Himmelfahrt" mit eingebunden.

Aussagestarke Betrachtungen


Pater Dr. Arno Meyer, OSA, sprach mit aussagestarken, kurzen Betrachtungen und einem eindrucksvollem Fürbitten- und Segensgebet die rechten Worte dazu. Nicht nur mit ihrem lang anhaltenden und dankbaren Beifall machten die Besucher am Ende des Mariensingens ihrer aufgestauten Anspannung Luft und zeigten ihrer Freude über die eindrucksvollen Darbietungen. Die Aussage von Walter Beck aus Hausen: "Das war ein wunderbares Erlebnis. Vielen herzlichen Dank! Macht bitte weiter so,", war nur eine der aus vielen ehrlichen Herzen und Mündern ausgesprochene Dankes- und Lobesbezeichnung für die erlebte, nahe gehende Veranstaltung. mna