Von "Korridoren", in denen die Stromtrasse konkret verlaufen könnte, sprechen die Tennet-Leute nicht. Die wären planerisch frühestens im Herbst vorzeigbar. Da gehe es um die Eingrenzung des Verlaufs auf einen Kilometer Breite.

Begrenzte Öffentlichkeit

Am 9. Juli will Tennet im Hotel Frankenland in Bad Kissingen über nächste Schritte bei der P43 informieren. Eingeladen sind Vertreter von Behörden, von nichtstaatlichen Organisationen, Bürgermeister, aber auch Mitglieder von Vereinen und Initiativen, die bei früheren Projekten wie Südlink aktiv waren. "Wir sind interessiert, den Austausch zu suchen", so Lieberknecht. Wegen Corona können aber zwischen 9 und 13 beziehungsweise 15 und 19 Uhr nur jeweils 30 derer, die sich melden, teilnehmen. Im Herbst soll die breite Bevölkerung genau informiert werden.

Schon im Herbst 2019 hatte Landrat Thomas Bold (CSU) P43 kritisiert. Jetzt zieht er erneut die Notwendigkeit in Zweifel. "Der Neubau einer Leitung in neuer Trasse kann als Ergebnis einer gerechten Interessenabwägung und aus Gründen der Verhältnismäßigkeit nur das letzte Mittel sein. Zuvor ist auf transparente Weise nachzuweisen, dass sämtliche andere netztechnische Maßnahmen wie die Erhöhung der Übertragungsleistung vorhandener Leitungen nicht ausreichen", heißt es in einer Stellungnahme.