40 Kilometer dehnt sich dieser Raum in seiner Breite aus - und schließt im Landkreis die Städte Bad Kissingen, Bad Brückenau, Hammelburg und Münnerstadt ein. Doch selbst die Gegenden um Gemünden und Schweinfurt gehören zum Untersuchungsraum.

"Wir befinden uns noch auf einer sehr, sehr hohen Flugebene", beschreibt Lieberknecht den Planungsstand. Man prüfe Raumwiderstände im Untersuchungsraum. Der Raumwiderstand gibt an, wie schwierig es in einem Gebiet werden könnte, eine Trasse zu realisieren.

Da geht es um die Beschaffenheit der Landschaft, Siedlungsbereiche, aber auch darum, wie Flächen genutzt werden, ob sie einen (Natur-)Schutzstatus besitzen. Den "Hindernissen" werden Klassen zugeordnet, zum Beispiel "niedrig", "mittel" oder "hoch".

Ausgeschlossen ist dabei laut Lieberknecht eines: "Das Überspannen von Siedlungen ist nicht mehr erlaubt. Da wollen wir möglichst weit weg bleiben." Ansonsten hänge alles von der Bewertung ab. Die Schwarzen Berge mit ihren Kernzonen beispielsweise, aber auch der Truppenübungsplatz Wildflecken, würden sicher hohe Raumwiderstände darstellen. Dort würde es nahezu unmöglich, P43 durchzubauen.

Ausgedehnt wurde der Untersuchungsraum auf die ICE-Trasse von Würzburg nach Fulda und die Gashochdruckloopleitung von Rimpar nach Sannerz. Beide queren den westlichen Landkreis, streifen ihn zumindest. Markus Lieberknecht zufolge wollen die Tennet-Leute damit einen planerischen Grundsatz beherzigen: Neue Projekte sollen mit ausgeführten gebündelt werden. "Wir wollen nicht wild in die Gegend reinbauen, in völlig unberührte Landschaft, sondern möglichst vorbelastete Areale nutzen." Solche wären die A 7 und Bundesstraßen, aber auch Bahnstromtrassen, Gasfernleitungen und bestehende Starkstromstrecken wie die bei Burkardroth.