VON Siegfried Farkas

Grundsätzlich haben Radfahrer an neuen Radwegen wenig auszusetzen. Es gibt aber auch Ausnahmen. Die topografische Gestaltung des neuen Radwegs entlang der B 287, der von Garitz aus Richtung Westen führt und Radlern an der Abzweigung nach Norden sogar eine aufwendige neue Unterführung bringt, stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung.
Sein Verlauf zwischen der westlichen Einmündung der Anbindung des Seehofs und der Unterführung sei für radfahrende Familien problematisch, kritisieren einzelne Radfahrer. Die wellenartige Gestaltung im Gelände sei für weniger trainierte Radler schon sehr anspruchsvoll.
Das Staatliche Bauamt Schweinfurt und die Stadt Bad Kissingen, deren gemeinsames Projekt der Radweg ist, halten dagegen, der Verlauf der Strecke sei angesichts der Zwänge, die es dort gebe, durchaus vertretbar. Thomas Hack, Pressesprecher der Stadt spricht gar vom "bestmöglichen Kompromiss".
Matthias Wacker, der am Staatlichen Bauamt zuständige Abteilungsleiter, ergänzt zudem, bei der in enger Abstimmung zwischen Stadt und Bauamt erfolgten Planung sei durchaus auf die Belange der Radfahrer geachtet worden. Man müsse aber auch anderen Anforderungen genügen. Gemäß einer Auflage der Regierung von Unterfranken habe die Planung zum Beispiel Rücksicht nehmen müssen auf einen Standort der Borstigen Glockenblume. Auch Zwänge durch Wegeanschlüsse, so Hack, hätten eine Rolle gespielt.
Wichtig sei aber auch ein angemessener Massenausgleich, erklärt Wacker, und meint damit den ökonomischen Umgang mit Einschnitten ins Gelände, mit Aushub und mit Aufschüttung von Erde. Die Forderung eines Kritikers nach einer fahrradfreundlicheren Optimierung der Trasse hätte nach seinen Angaben 2500 Kubikmeter mehr Bodenbewegung erfordert. Auch das Gefälle wäre streckenweise ungünstiger geworden.