Der wohl süßeste Arbeitsplatz in ganz Bayern befand sich kürzlich an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim (Lkr. Würzburg). Denn auf der Suche nach dem besten bayerischen Bienengold wurden 303 Honige aus dem ganzen Freistaat regelrecht auf "Nektar und Pollen" geprüft und analytisch sowie sensorisch bewertet. Auch wenn in diesem Jahr die Honigernte in Bayern deutlich geringer ausfällt, das Ergebnis lässt sich schmecken, heißt es in einer Pressemitteilung der LWG.

Ganz schön viel zu tun hatte in den letzten Wochen der Postbote von Stefan Ammon: So erhielt der Honig-Obmann des Landesverbandes Bayerischer Imker e.V. unzählige Pakete von Imkerinnen und Imkern aus allen denkbaren Ecken des Freistaates, von Memmingen im Allgäu bis Marktheidenfeld im Spessart. Nach dem Anonymisieren der Gläser ging die Reise der süßen Fracht schließlich weiter in das Sensorikzentrum der LWG. Dort schaute eine 18-köpfige Prüfjury ganz genau hin: Wie ist die Aufmachung des Glases? Sitzt das Etikett richtig? Und stimmt das Füllgewicht? Schon der kleinste Mangel oder ein paar Gramm machen dabei den Unterschied und können am Ende einen Medaillen-Platz kosten. Doch bei der jährlich stattfindenden Honigprämierung kommt es nicht nur auf reine Äußerlichkeiten an - auch die inneren Werte werden genau unter die Lupe genommen.