Der erste Bauabschnitt der Dr. Georg-Heim-Straße soll voraussichtlich im Spätsommer 2021 fertig sein. Doch die Bagger rücken 2022 noch einmal an. Vergangene Woche stellte der Stadtrat die Weichen für den zweiten Bauabschnitt. Das wird ein nicht minder komplexes Vorhaben. Denn mit der Straße werden gleichzeitig sämtliche Versorgungsleitungen ersetzt. "Das spart rund 40 Prozent der Kosten", erläuterte Thomas Hornung von der Bauverwaltung den Stadtratsmitgliedern die Vorteile dieses ganzheitlichen Ansatzes gegenüber dem Austausch einzelner Leitungen und Rohre.

Geplant ist nun, die Straße ab Frühjahr 2022 auf einer Länge von weiteren 550 Metern zwischen den Einmündungen Steinmauer und Rosenstraße/Schützenstraße zu sanieren. Wegen der beengten Verhältnisse soll sich der Straßenverlauf an der bestehenden Trasse orientieren. Die Breite der Fahrbahn soll mindestens 5,50 Meter und die der Gehwege durchgehend mindestens 1,50 Meter betragen. Die Bushaltestellen sind auf der Fahrbahn geplant, zusätzliche Buchten sind dafür nicht vorgesehen. Einzelne Stadtratsmitglieder waren der Meinung, dass parkende Autos auf der Straße den Verkehrsfluss verlangsamen und so zu einer gewissen Verkehrsberuhigung beitragen. Für Radfahrstreifen reicht der Platz nicht aus. Die Kosten für die Verkehrsanlage belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, für die Kanalisation auf 1,5 Millionen Euro.

Für die Verkehrsanlage steht ein Zuschuss der Regierung von Unterfranken in Aussicht. Der Stadtrat stimmte der Vorplanung und der Beantragung der Förderung zu. Als nächster Schritt steht nun die Information der Anwohner an. Sie erhalten zur coronagerechten Abwicklung an zwei Tagen die Möglichkeit, sich zu den üblichen Öffnungszeiten individuell im Rathaus zu informieren. Anregungen zu den Plänen können dann noch eingearbeitet werden, bevor der Stadtrat voraussichtlich am 21. Juli die Entwurfsplanung beschließt. dübi