Das Film-Photo-Ton-Museum im Gemündener Huttenschloss ist um einen kleinen großen Schatz reicher: Die wohl größte Sammlung an Belichtungsmessern weltweit, über 500 Stück, ist dort seit vergangenem Jahr zu besichtigen. Zusammengetragen hat sie die frühere Berufsfotografin Gisela Paßlack aus Bad Kissingen. Beim Museumstag wurde die Sammlung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Manche der oft unscheinbaren Messgeräte sehen aus wie kleine Fernrohre, andere erinnern an eine Wasseruhr oder haben ein taschenuhrartiges Gehäuse. Ein Belichtungsmesser zeige einem Fotografen, wie das Licht ist, und gebe ihm vor, wie er Belichtungszeit und Blende an seiner Kamera auswählen sollte, sagt Jürgen Sommerer vom Film-Photo-Ton-Museum.

Heute regle das oft die Automatik an Kameras, etwa in Handykameras, aber auch dabei gebe es Belichtungsmesser. Profis arbeiteten immer noch mit externen Belichtungsmessern, zum Beispiel an Filmsets. Ein Luxmeter für die Hallenbeleuchtung sei nichts anderes. Früher kamen Belichtungsmesser auch in der Dunkelkammer zum Einsatz.

Es war auf einer Reise in Namibia, erzählt die 77-jährige Gisela Paßlack am Telefon, als sie in einem Antiquitätengeschäft ein längliches Röhrchen aus Metall gesehen hat. "Ich wusste nicht genau, was es ist, ich habe es einfach mitgenommen", sagt sie. Sie hatte den Verdacht, dass es etwas mit Fotografie zu tun haben könnte.