Das Gesamttreffen der Gemeinderäte und Bürgermeister aus der NES-Allianz nahm der neue Allianz-Manager Johannes Wolf als Gelegenheit, sich vorzustellen. Gleichzeitig gab er einen kurzen Überblick über die Ansätze, mit denen er bei der Kommunalgemeinschaft einsteigen will.

Den Auftakt des Treffens in der dicht gefüllten Festhalle von Heustreu machte jedoch der Stadtplaner Professor Martin Schirmer mit einem Vortrag über Architekten-Wettbewerbe. Der Lehrstuhlinhaber ging in erster Linie auf die Vorteile eines solchen Verfahrens für die Auftraggeber ein. Dabei räumte er mit der landläufigen Ansicht auf, dass die Vorgehensweise zur Umsetzung eines Projekts das Vorhaben verteuert und aufwendiger macht. Zweifellos müssten sich die Auftraggeber im Vorfeld intensiver mit der Materie auseinandersetzen, was wiederum den Vorteil einer höheren Identifikation habe.

Ziele definieren

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Der größte Vorteil bestehe in der Notwendigkeit einer exakten Definition der Zielvorstellungen, Nutzungsabsichten und der Vielzahl diverser Ideen und Vorschläge. Ein weiteres Plus ist die frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft. "Das Ergebnis des Planungswettbewerbs ist meist der Anfang einer intensiven Kooperation von Büro und Gemeinden", fasste Schirmer seine Darlegungen zusammen. Die Anonymität des Verfahrens ermögliche es darüber hinaus auch kleinen Büros, die teilweise wegen ihrer fehlenden Erfahrung keine Aufträge erhalten, ihre Ideen darzustellen, versicherte Schirmer, dessen Beratungsbüro in der Region in mehreren Gemeinden präsent ist.

Johannes Wolf stellte sich als neuer Manager der NES-Allianz vor. Neben den Erkenntnissen seiner Masterarbeit zu dem Thema Mobilität in der benachbarten Kissinger Allianz legte er erste Projektideen für seinen neuen Wirkungsbereich dar.

Angebote für Senioren

Priorität habe dabei das Thema "Angebote für Seniorinnen und Senioren". Ansatzpunkt biete nach seiner Auffassung das kürzlich erschienene Gesamtkonzept für Menschen im Alter und mit Handicaps des Landkreises Rhön-Grabfeld. Zudem schlägt er eine weitere Kooperation im Bereich der Ferienprogramme mit Nutzung digitaler Organisationsinstrumente vor. Auch sehenswerte Plätze der Allianzkommunen könnten künftig durch ein einheitliches Beschilderungskonzept präsenter werden. Empfehlenswert wäre es auch, diese Plätze durch diverse Veranstaltungen mit Leben zu füllen, regte Wolf an. Eckhard Heise