Zehn plus fünf, manche Unbekannte, viele Bekannte: Auf diese Formel lässt sich die letzte Sitzung der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal in dieser Wahlperiode bringen. Fünf neu gewählte Bürgermeister ließen sich in Werneck von zehn "alten Hasen" zeigen, wie Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert. Eine Botschaft, die der scheidende Allianzsprecher Arthur Arnold den Nachfolgern ans Herz legte.

Gut strukturiert agiert die Arbeitsgemeinschaft der zehn Gemeinden westlich von Schweinfurt, eine davon - Oerlenbach - sogar im Landkreis Bad Kissingen. In zehn Handlungsfeldern wird gearbeitet, erläuterte Allianzmanagerin Eva Fenn den Bürgermeister-Nachfolgern Simone Seufert (Euerbach), Thomas Hemmerich (Geldersheim), Nico Rogge (Oerlenbach), Sebastian Hauck (Werneck) und Christian Zeißner (Waigolshausen). Jeder Bürgermeister kümmert sich federführend um eine Thematik.

Acht Kleinprojekte

Wie das in der Praxis aussieht, zeigte im Wernecker Rathaus beispielsweise der Tagesordnungspunkt "Regionalbudget". Poppenhausens Bürgermeister Ludwig Nätscher stellte ihn vor, er hat den Bereich "Interkommunale Zusammenarbeit" inne. Er koordiniert und wickelt derzeit das Procedere der acht Kleinprojekte aus den Mitgliedsgemeinden ab, die über den neuen 100 000-Euro-Topf bezuschusst werden. Zugrunde muss ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept liegen, ein ILEK, wie es die Allianz Oberes Werntal längst hat, und das in der nächsten Wahlperiode fortgeschrieben werden muss, erinnerte Fenn. Ein Regionalbudget-Projekt ist das Klimasparbuch, das Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth - Handlungsfeld Energie - verantwortet. Der Ratgeber soll Lust machen auf praktischen Klimaschutz im Alltag.