Einen Schaden von etwa 100 000 Euro hat am Mittwochabend ein Brand im eng bebauten Ortskern von Langenleiten angerichtet. In einer Scheune hatte sich ein Brand entwickelt, der auch auf benachbarte Gebäude übergriff. Vier Personen erlitten leichte Verletzungen. Vorsorglich evakuierten die Rettungskräfte einige Häuser in der näheren Umgebung. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.


Gegen 20.30 Uhr war der Brand in der Lindenstraße gemeldet worden. Sofort machten sich die ersten Freiwilligen Feuerwehren auf den Weg zum Einsatzort. Dort brannte eine Scheune bereits lichterloh, und die Flammen griffen auf ein Wohnhaus über. Der Feuerschein war über eine weite Distanz hin zu sehen. Eine 90-jährige Bewohnerin konnte gerade noch rechtzeitig und unverletzt aus dem Haus geholt werden. Obwohl die Einsatzkräfte sehr schnell mit den Löscharbeiten begannen, konnte nicht verhindert werden, dass zwei große Scheunen und ein Schuppen komplett niederbrannten. Die Löscharbeiten an den hauptsächlich betroffenen Scheunen dauerten bis in die Mittagsstunden des Donnerstags an. Dabei mussten auch Abrissarbeiten durchgeführt werden, um an die Glutnester heranzukommen.

Bewohner wurden evakuiert

Da anfangs zu befürchten war, dass das Feuer auch auf weitere Wohnhäuser übergreifen könnte, wurden mehrere Wohngebäude in der nahen Umgebung vorsorglich evakuiert. Ein Feuerwehrmann atmete Rauchgase ein, ein anderer verletzte sich am Auge. Drei Anwohner mussten vom Rettungsdienst behandelt werden, weil sie nach derzeitigem Kenntnisstand eine Schockverletzung davontrugen. Neben den zwei Scheunen, einem Schuppen und einem Wohnhaus sind auch die umliegenden Gebäude durch Hitzeeinwirkung und Brandzehrungen teilweise in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf etwa 100 000 Euro. Im Einsatz waren fast 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Langenleiten selbst und allen umliegenden Ortschaften.

Nach dem Großfeuer, bei dem mehrere Gebäude komplett niedergebrannt sind und auch umliegende Bauten teilweise beschädigt wurden, haben die Brandfahnder der Kripo Schweinfurt die Arbeit aufgenommen. Wegen des hohen Zerstörungsgrades ist die Bestimmung der Ursache schwierig. Konkrete Hinweise auf eine Brandstiftung liegen zwar bislang nicht vor, diese kann aber auch nicht ausgeschlossen werden. Deshalb nimmt die Kriminalpolizei Schweinfurt jetzt sachdienliche Hinweise von Zeugen entgegen. Wer vor Ausbruch des Feuers Beobachtungen gemacht hat, die in irgendeinem Zusammenhang mit der Entstehung des Brandes stehen könnten, wird gebeten, sich unter Tel.: 09721/202-1731 zu melden.