Im großen Kreis ihrer Angehörigen hätte Elfriede Desch am Donnerstag, 16. April, ihr Wiegenfest feiern können. Doch durch die Corona-Krise kommt es für alle Familienmenschen gerade leider anders. So hatte die 90-Jährige mehr Zeit innezuhalten und sich über ihr erfülltes Leben zu freuen.

Gleichzeitig sind fünf Kinder, zehn Enkel und acht Urenkel gerne in Gedanken bei ihrer Mutter, Oma und Uroma. Einfühlsam begleitete Elfriede Desch das Aufwachsen ihrer Kinder und Enkel, die immer gerne zu Besuch kommen. Und weiterhin sind sie unter normalen Umständen zu einer Runde Rommé willkommen.

Viel Arbeit auf dem elterlichen Hof

Nicht ganz so spielerisch verlief das Leben der Jubilarin. Sie ging in Untererthal zur Schule und daneben war ihre Arbeitskraft auf dem elterlichen Hof gefragt. Beruflich zog es sie später für zwei Jahre als Haushaltshilfe nach Wiesbaden, wo es ihr sehr gut gefiel. Doch der elterliche Ruf nach Unterstützung in der Heimat war lauter.

Ihren Mann Heinrich lernte sie kennen, als er 1948 aus der Kriegsgefangenschaft heim kam. 1953 wurde Hochzeit gefeiert. Der reiche Kindersegen und die Arbeit auf dem heimischen Hof prägten das Leben der Familie. Viel zu früh starb Heinrich Desch 1982.