Mit einem improvisierten Festakt eröffnete die Stadt Hammelburg offiziell ihre neueste touristische Errungenschaft. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Schon in den letzten Wochen waren Einheimische im möglichen Rahmen der Ausgangsbeschränkungen auf den Ofenthaler Berg gepilgert, um ihre Stadt aus dem neu in Szene gesetzten Blickwinkel zu bestaunen. Auch im Zuge der Corona-Lockerungen sei das Interesse von Urlaubern beträchtlich gestiegen, heißt es aus der Tourist-Info.

Noch am Morgen der Einweihung war die Technik in die vier Hörstationen eingebaut worden. Auf dem kurzen Serpentinenweg durch einen kleinen Schauweinberg mit 300 Stöcken kann man sich über die Fränkische Weinbaugeschichte von den Anfängen bis heute informieren: Auf Knopfdruck werden Texte abgespielt, in denen historische Persönlichkeiten wie Karl der Große, Pfarrer Georg Horn und Winzer aus dem 19. Jahrhundert die Geschichte des Weinbaus in Hammelburg beleuchten.

Bürgermeister Armin Warmuth freute sich, mit welcher Leichtigkeit die Objekte in die Landschaft einfügt sind. "Das bringt uns als Weinstadt und einer von 100 Genussorten weiter", zeigte sich Warmuth von der Werbewirksamkeit überzeugt.

"Mir ist das Herz voll", sagte Artur Steinmann beim Blick über die Stadt. Er sei glücklich, dass jetzt auch die nördlichste Weinstadt Frankens über so einen magischen Ort verfüge, sagte der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands. Erst der Impuls der Förderung durch den Verband, die Stadt Hammelburg und die ansässigen Winzer hatte die örtliche Identifikation mit den touristischen Anlaufstellen geschaffen.