Der Streit zwischen der Stadt Bad Kissingen und der Unternehmensgruppe Heiligenfeld beschränkt sich schon eine Weile nicht mehr nur auf ein Thema. Zur Auseinandersetzung um den Wald für die Seele kamen bei der Vinothek im Alten Rathaus und mit dem Abrissantrag des größten privaten Arbeitgebers der Stadt für den unter Ensembleschutz stehenden Preußischen Hof weitere Meinungsverschiedenheiten hinzu. Zumindest bei der Mutter all dieser Konflikte, dem Streit um den Wald für die Seele, soll der Stadtrat jetzt überlegen, ob er bereit ist, mit einem Pachtvertrag zur Konfliktlösung beizutragen.

Bisher nur Nutzungsvereinbarung

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Wie es aus dem Kreis der Beteiligten heißt, soll der Stadtrat am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung debattieren, ob das Rathaus der Stiftung Bewusstseinswissenschaften für das Areal im Klauswald einen Pachtvertrag anbieten soll. Bis jetzt handelt es sich lediglich um eine Nutzungsvereinbarung, die dem Nutzer geringere Einflussmöglichkeiten einräumt als es bei einer Pacht der Fall wäre.

Sollte der Stadtrat sich für so einen Ansatz entscheiden, diskutiert er dem Vernehmen nach gleich über Eckpunkte eines möglichen neuen Vertrags für das betreffende Stück Stadtwald, den der städtische Justiziar Joachim Kohn dann ausarbeiten müsste. Geregelt werden müssten in so einem Vertragswerk unter anderem Fragen der Verkehrssicherung, der Holznutzung und der Jagd auf dem Areal.