Der derzeit ohnehin niedrige Wasserstand der Saale ist rund um die Roßmühle am Mittwoch auf einen Schlag noch einmal drastisch gefallen. Zwischen Weickersgrüben und Schönau war die Saale am Mittwochmorgen nur noch ein dünnes Rinnsal, wie Augenzeugen berichten.
Vor dem Wehr an der Roßmühle war der Pegel laut Gräfendorfs Bürgermeister Alfred Frank am frühen Mittwochmorgen um 70 Zentimeter niedriger als normal, was die dortige
Schwimmbrücke durchhängen und unpassierbar werden ließ. Doch was hatte den plötzlichen Pegelabfall verursacht?
Bürgermeister Frank sagte auf Anfrage, dass in der Nacht die Turbine des E-Werks an der Roßmühle plötzlich verstärkt Wasser angesaugt und dieses nach dem Wehr wieder in die Saale gelassen habe. Dies habe den starken Pegelabfall bis etwa 7 Uhr morgens bewirkt. Am Nachmittag hat sich der Pegelstand wieder normalisiert.


Gebrochene Schweißnaht

Kevin Volk vom Campingplatz an der Roßmühle zeigt Bilder der durchhängenden Schwimmbrücke, die aus Aufliegern und der ehemaligen Wernfelder Fähre besteht. An einer Seite sieht man eine gebrochene Schweißnaht. Es habe vier Stunden gedauert, bis der Pegel wieder auf die Höhe des Wehrs gestiegen sei - in der Zwischenzeit sei kein Wasser mehr in die Saale nachgelaufen.
/>Conny Vierling vom Kanuverleih am Gemündener Campingplatz Saaleinsel klagte, dass eine Gruppe von insgesamt 80 Jugendlichen vom Kloster Triefenstein nicht wie ursprünglich geplant ab der Roßmühle fahren konnte - und auch nicht ab Gräfendorf oder Wolfsmünster. Schließlich paddelten sie zwischen dem Campingplatz und Schönau herum. Björn Kohlhepp