Auf der Wand aus Wassertröpfchen, die der Multimediabrunnen im Rosengarten erzeugen kann, ist technisch mehr machbar als Stadt und Staatsbad GmbH bisher nutzen. Deshalb will die Stadt die Möglichkeiten der Anlage Schritt für Schritt auch für Bürger oder etwa für Veranstalter von Tagungen öffnen.

Thomas Hornung, Leiter des Tiefbaus in der Stadtverwaltung, lobte bei der Vorstellung der Pläne am Mittwoch im Stadtrat zunächst in schwärmerischen Worten welch einzigartigen "Zauber" die Wasserwand entfalte. Das sei "eine Besonderheit, die muss man in ganz Deutschland suchen". Touristisch werde die Anlage gut genutzt. Die Beamershows lockten regelmäßig viele Kurgäste an. Jetzt könne man daran gehen, die Möglichkeiten für die Bürger und andere in der Stadt zu öffnen.

Oberbürgermeister Kay Blankenburg erklärte, bisher sei immer von 20 000 bis 30 000 Euro Produktionskosten für eine neue Beamershow die Rede gewesen. Durch den Multimediabrunnen ließen sich aber sogar Handyvideos übertragen. Man dürfe zwar die Erwartungen an die zusätzlichen Möglichkeiten am Anfang nicht zu hoch ansetzen. Für Hochzeiten lasse sich das vielleicht noch nicht sofort einsetzen.

Kritik an Aussagen zu Kosten

Grundsätzlich wolle man die Möglichkeiten des Brunnens aber weiter ausschöpfen. "Das Ding lässt sich gut bespielen - und wir sollten das auch tun", sagte der Oberbürgermeister. Wie weit der Ehrgeiz dabei reicht, machte Blankenburgs Vergleich mit der singenden Fontäne in Marienbad deutlich.