Im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation hat auch die unterfränkische Polizei vom 8. bis zum 21. November gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei und der hessischen Polizei Schwerpunktkontrollen durchgeführt, teilt das Polizeipräsidium Unterfranken in einem Pressebericht mit. Die Hauptzielrichtung der Kontrollen waren Einbrecherbanden, Kfz-Diebstähle und Betäubungsmittel. In Unterfranken setzte die Polizei rund 330 Polizistinnen und Polizisten ein und kontrollierte über 550 Personen und mehr als 400 Fahrzeuge. Unter anderem stellten die Beamten Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Autofahrer ohne gültige Fahrerlaubnis oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln oder Alkohol sowie zur Fahndung ausgeschriebene Personen fest. In Mespelbrunn, Ortsteil Hessenthal, konnte die Polizei einen Einbrecher festnehmen, der zuvor in ein Wohnanwesen eingebrochen war. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Zimmers fand sich zahlreiches Diebesgut, das aus mindestens zwei weiteren Einbruchdiebstählen stammt, heißt es weiter.

Weniger Einbrüche

Mit 327 Fällen lag die Zahl der Wohnungseinbrüche in Unterfranken im Jahr 2020 nochmals unter dem historischen Tiefstand aus dem Jahr 2018. In 133 Fällen ist es dabei beim Versuch geblieben und die Täter gelangten nicht in den Wohnraum. Eine weiter zu beobachtende Konstante bleibt, dass die Fallzahlen mit der Umstellung auf die Winterzeit Ende Oktober Jahr für Jahr deutlich ansteigen. Die früher einsetzende Dunkelheit bietet Einbrechern ein geringeres Entdeckungsrisiko. Darüber hinaus ist für die Täter im Dunkeln leichter erkennbar, ob die Häuser noch leer stehen oder die Bewohner bereits von der Arbeitsstelle zurückgekehrt sind.

Ein Blick auf die Statistik der letzten Jahre zeigt einen kontinuierlichen Rückgang der Wohnungseinbrüche. So kam es zum Jahrtausendwechsel noch zu mehr als 700 Einbrüchen in Unterfranken, blickt man bis in das Jahr 1995 zurück, waren es sogar mehr als 1300 Einbrüche pro Jahr.

Als Gründe nennt die Polizei die besser gewordenen Haus- und Wohnungssicherungen sowie die größere Aufmerksamkeit der Bevölkerung, aber auch die über das gesamte Jahr und in der dunklen Jahreszeit noch einmal verstärkten Maßnahmen der Polizei.

Die Polizei rät, bei verdächtigen Beobachtungen oder Wahrnehmungen sofort den Notruf 110 zu wählen. Lieber fährt einmal ein Streifenwagen zu viel zu einer verdächtigen Wahrnehmung als einmal zu wenig, heißt es im Pressetext.

In diesem Zusammenhang bitten die Fahnder darum, die verdächtige Person, wenn möglich, nicht anzusprechen, sondern am Notruf zu bleiben und das Verhalten des Tatverdächtigen genau zu beschreiben. So erhöhe sich die Chance, den Täter auf frischer Tat festnehmen zu können, heißt es weiter.

Einbruchschutz Fragen zum Einbruchschutz an die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Würzburg unter Tel.: 0931/457 18 30 oder in Schweinfurt unter Tel.: 09721/202 18 35.

Im Internet :

www.k-einbruch.de www.polizei-beratung.de red