In der an Höhepunkten reichen Geschichte des Biosphärenreservats Rhön galt es am Mittwoch nicht nur, einen erneuten Meilenstein für die weitere Entwicklung der Region zu feiern. Es gab auch ein Novum. In den 27 Jahren seit der Anerkennung der Rhön als Biosphärenreservat ist es noch nie gelungen, alle drei Umweltminister der beteiligten Länder Hessen, Thüringen und Bayern bei einem Termin vor Ort zusammenzubringen.
Beim Festakt zur Vorstellung des neuen Rahmenkonzepts vor rund 300 Gästen in der Gersfelder Stadthalle sollte sich das nun ändern. Die Umweltministerin des derzeit im Biosphärenreservat federführenden Hessen, Priska Hinz, begrüßte sichtlich erfreut ihre thüringische Kollegin Anja Siegesmund und Bayerns Umweltminister Marcel Huber. Die drei lächelten aber nicht nur in die Kamera, sondern diskutierten auch engagiert über die Zukunft der Rhön und ihres Biosphärenreservats.
Dabei zeigten sich die Kollegen einig mit Gastgeberin Priska Hinz, dass mit dem mehr als 800-seitigen Rahmenkonzept "ein Mammutprojekt" abgeschlossen wurde. Mit vereinten Kräften aus Hessen, Bayern und Thüringen sei es in den vergangenen vier Jahren gelungen, das neue Leitbild und Zukunftskonzept für die nächsten 15 Jahre für die Kulturlandschaft der Rhön mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.