Hetzlos
Leben

Oberthulbaer Ortsteil wächst um vier Bauplätze

Zum Büchelberg als höchste Landmarke weit und breit ist es von Hetzlos aus nur ein Katzensprung. Was das Wohnen in dem 310-Seelen-Ort ausmacht.
In Hetzlos im Baugebiet "Oberm Dorf" entstehen rechts neben den bestehenden Häusern vier neue Bauplätze in Verlängerung der Straße "Am Schwann".
In Hetzlos im Baugebiet "Oberm Dorf" entstehen rechts neben den bestehenden Häusern vier neue Bauplätze in Verlängerung der Straße "Am Schwann". Foto: Wolfgang Dünnebier
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Am Dienstagvormittag trafen sich die Verantwortlichen zum ersten Spatenstich für eine Erweiterung des Baugebietes "Oberm Dorf" im Oberthulbaer Ortsteil Hetzlos. Der nahe Büchelberg verschafft Hetzlos mit seinen 310 Einwohnerinnen und Einwohnern einen besonderen Charme. Durch seinen 360-Grad-Rundumblick, der bis in den Spessart reicht, und seine 466 Meter über Meereshöhe handelt es sich um die höchste Erhebung der 5050-Seelen-Großgemeinde Oberthulba.

Die Ruhe am Ort, die Natur ringsherum und die gebotene Aussicht in einem Kilometer Entfernung seien wohl Gründe, warum der Ort in den letzten Jahren um etliche Neubauten gewachsen ist. Bürgermeister Mario Götz spricht außerdem von unkompliziert erreichbaren Einkaufsmöglichkeiten in Oberthulba und in Hammelburg.

Jetzt kommen in Verlängerung der Straße "Am Schwann" also vier neue Bauplätze dazu. Zuletzt war das betreffende Baugebiet "Oberm Dorf" zwischen 2002 und 2013 um 15 Bauplätze gewachsen. "Es fragen immer wieder junge Leute nach Bauplätzen", so der Bürgermeister beim ersten Spatenstich.

Ziel der Gemeinde sei es, im Rahmen bestehender Bebauungspläne behutsam für Entwicklungsmöglichkeiten zu sorgen. Aktuell verfüge die Gemeinde in Hetzlos selbst über keine freien Bauplätze mehr. Allerdings spürt der Bürgermeister nach seinen Worten ein Abflachen des Baubooms auch in Oberthulba, der dem wohl aktuellen Preisauftrieb geschuldet sei.

In Hetzlos nur ein Leerstand

Wer zieht nach Hetzlos? Neubürgerinnen und -bürger des Ortsteils kämen bisher meist aus den anderen Ortsteilen oder ganz von auswärts, berichtet der Ortsbeauftragte Klaus Kunder. Das Interesse sei so groß, dass es im Altort nur einen Leerstand gebe: Es handle sich dabei um ein Haus, von dem sich der Eigentümer nicht trennen wolle. Bisher sei die Vermittlung von freiwerdenden Gebäuden immer erfolgreich verlaufen, freut sich Kunder. Denn auch die Entwicklung des Innerortes habe man im Blick.

Ende September soll mit der Baugebietserweiterung begonnen werden, die Arbeiten sollen voraussichtlich zwei Monate später abgeschlossen sein, so Bauleiter Dominik Schmitt. Gedacht sei wohl an die Vergabe der Bauplätze nach einem Punktesystem wie zuletzt in Reith, damit auch junge Familien zum Zuge kommen, stellt der Bürgermeister in Aussicht. Dies sei aber noch nicht beschlossen.

14 weitere Bauplätze denkbar

Erforderlich werden im Zuge des Projekts rund 50 Meter Siedlungsstraße mit einem Kanal-Mischsystem und einer Wendeplatte. Nach Westen zu soll es einen gepflasterten Fußweg geben. Der Bebauungsplan ließe dort in Fortführung "Oberm Dorf" weitere 14 Bauplätze zu.

Der Quadratmeterpreis der Bauplätze werde etwa dem des vergangenen Erschließungsprojekts der Großgemeinde in Reith, ebenfalls mit vier Bauplätzen, entsprechen, prognostiziert Bernd Wald, der den Bau für die Gemeinde organisiert.

Inklusive Erschließung lag der Preis bei 60 Euro, wobei eine Verteuerung durch die gestiegenen Baukosten von vielleicht 20 Prozent nicht auszuschließen sei, hieß es beim Spatenstich. Immerhin seien alle Baustoffe vorrätig und deshalb keine Bauverzögerungen zu erwarten, so Geschäftsführer August Schneider von der August Ullrich GmbH (Elfershausen). Wolfgang Dünnebier