Das Gerangel um die Zukunft der Eishalle könnte im Lauf der Woche ein Ende haben. Offenbar ist sich die Stadt mit einem privaten Investor einig geworden und steht kurz davor, die Immobilie zu veräußern. Aus nichtoffizieller Quelle hieß es gestern zunächst, dass Ende vergangener Woche ein Notartermin mit dem potenziellen Käufer und Vertretern der Stadt stattgefunden habe. Eine offizielle Bestätigung aus dem Rathaus gibt es dafür allerdings nicht. Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) betonte jedoch gegenüber dieser Zeitung, er gehe davon aus, dass der Verkauf noch vor der Sommerpause abgewickelt werde. Nachdem am Mittwoch der Stadtrat zum letzten Mal vor der Sommerpause zusammentritt, ist davon auszugehen, dass das Thema Eishalle abschließend im Gremium behandelt wird.

Die Beratung findet - wie alle Verhandlungen an denen privaten Investoren beteiligt sind - im nichtöffentlichen Teil der Sitzung statt. Zuvor wird öffentlich ein Antrag der Freien Wähler behandelt. Darin geht es um die Kommunikation zwischen der Stadt und den vom Verkauf betroffenen Vereinen. Laut Fraktionsvorsitzendem Sigismund von Dobschütz wurde die Kommunikation von Vereinsvertretern als mangelhaft kritisiert. Die Freien Wähler fordern deshalb vom OB und der Verwaltung unter anderem eine Auflistung über die mit den Vereinen geführten Info- und Klärungsgespräche.

Die Stadt versucht seit einiger Zeit im Zuge der Haushaltskonsolidierung, die defizitäre Eishalle zu verkaufen. 2017 wurde zum Jahr der Entscheidung: Entweder die Halle wird verkauft oder geschlossen, hieß es während der Haushaltsberatungen.