Der Frühling kommt und bald auch mehr Sonne. Es ist wieder die Zeit, wo man Ausflüge mit der Familie macht: Auf geht's also zum Schloss der gräflichen Familie von Luxburg hoch über der Saale! Dort kann man ausgiebig im und um den Schlosspark flanieren, aber auch museale Kostbarkeiten in Augenschein nehmen.

Die Museumssaison hat gerade begonnen: Bald reiht sich ein Fest ans andere. Am 10. Mai zum Beispiel wird der 150. Geburtstag des Schlossherrn gefeiert und am 18. Juni ist das Weinfest in lauschigem Ambiente sicher ein lohnendes Ziel.

Und natürlich kommen auch die Sprösslinge bei verschiedenen spannenden Veranstaltungen, wie jetzt zu Ostern, auf ihre Kosten. Hier ein paar spezielle Tipps.

1. Alle, die Geschichte lieben, können im Schloss auf Entdeckungsreise gehen.

Über Schloss Aschach gibt es viel zu erzählen. Und das nicht nur, weil die imposanten Mauern ein topmodernes Museum beherbergen. An dieser Stelle spielten sich vielmehr, über Jahrhunderte hinweg, bedeutsame Ereignisse ab: In Aschach residierten einst nicht nur die Henneberger Grafen, sondern später auch die Würzburger Fürstbischöfe.

Wilhelm Sattler produzierte an diesem Ort erlesenes Porzellan. Und hier trugen die Grafen von Luxburg ihre gesammelten Kunstobjekte zusammen. Karl von Luxburg, Jurist und lange Jahre Diplomat von Kaisers Gnaden, schenkte das Anwesen 1955 dem Bezirk Unterfranken.

Vom 4. Juni bis 31. August dauert die Sonderausstellung "Sport in Unterfranken": Sport ruft immer Emotionen hervor und jeder kennt eine Geschichte dazu. Die außergewöhnlichsten aus Unterfranken stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Sonderausstellung.

Am 11. September um 11 Uhr, 14 Uhr und 15.30 Uhr werfen Gäste einen "Blick ins Verborgene": Das Museum öffnet sein geheimes Depot und man erfährt, welche Schätze hier gelagert werden.

2. Das Graf-Luxburg-Museum wurde jetzt über längere Zeit vollkommen neu inszeniert.

Der Bezirk hat über die Jahrzehnte immer wieder in sein kleines, aber feines Museum investiert, zuletzt in den Jahren 2017 bis 2020. Da flossen 2,6 Millionen Euro in die Modernisierung des Graf-Luxburg-Museums. Die Neuausrichtung beinhaltet auch das Spiel mit Schatten und Tönen, um einen möglichst realen Einblick in das Schlossleben zu bekommen.

Da huschen schon mal kurz imaginäre Dienstboten vorbei und man kann die Stimme der Gräfin in ihren Gemächern hören. Jetzt sind Schlossküche und Billardsaal öffentlich zugänglich und die klassischen Ausstellungsräume mit den Kunstsammlungen der Grafen erscheinen in völlig neuer Perspektive.

Am 3. Juli um 15.15 Uhr sind Besucher bei einer Führung "Zu Gast bei der gräflichen Familie von Luxburg": Die kunstbeflissene Familie bewohnte das Schloss zwischen 1874 und 1967 und stattete die Räume mit Möbeln, kunstgewerblichen Gegenständen und Gemälden aus.

Am 17. August von 10 bis 12 Uhr ist "Großeltern-Enkel-Tag": Kleine und große Museumsgäste gehen gemeinsam auf Entdeckungstour durch das Graf-Luxburg-Museum. Dabei erfahren sie, wie die Grafen im Schloss wohnten und was die Kinder dort gerne spielten. Wer kochte in der großen Schlossküche? Und welche Leibspeisen kamen auf den Tisch?

3. Spezialisten von ostasiatischen Kostbarkeiten können sich in die gräfliche Sammlung vertiefen.

Karl von Luxburg war deutscher Diplomat und unter anderem Gesandter von Wilhelm II. in China und Anfang 1913 in Indien. Er brachte aus Asien wertvolle altchinesische Keramik und kostbare Teppiche mit nach Aschach und bereicherte das von seinem Vater geprägte Bild der Aschacher Kunstsammlung mit persönlichen Akzenten. Die auserlesenen Sammlerstücke lockten schon Spezialisten aus dem asiatischen Raum zu Studienzwecken ins Schloss an der fränkischen Saale.

Am 10. August um 10 Uhr steht im Ferienprogramm "Papierkunst" auf der Tagesordnung: Karl Graf von Luxburg war leidenschaftlicher Sammler und erwarb auf seinen Auslandsreisen viele Vasen, Teller und Figuren aus Ostasien. Die Kinder schauen sich die tollen Stücke genauer an, studieren ihre Form und Malerei und stellen selbst ein Gefäß aus Papier her.

4. Für Groß und Klein ist's im Schulmuseum interessant zu sehen, wie das Pauken früher war.

Das Schulmuseum im ehemaligen Gärtnerhaus zeigt, wie früher in den unterfränkischen Landschulen gepaukt wurde. Die Inszenierung des Schulsaals ist für große und kleine Besucher ein besonderes Erlebnis. Aber auch im benachbarten Volkskundemuseum gibt's jede Menge zu entdecken: Dort wird das Leben, Wohnen und Wirtschaften der Landbevölkerung zwischen 1850 und 1950 anschaulich gezeigt.

Am 1. Mai um 15.15 Uhr heißt's im Schulmuseum "Aufgemerkt": Kleine und große Gäste können sehen und erleben, wie früher in den Einklassenschulen gelernt wurde.

Am 20. und 21. August steht das Themen-Wochenende "Von A bis Z" an: Alles dreht sich um die Schrift. Wissbegierige nehmen an einer historischen Schulstunde mit dem strengen Schulfräulein teil, versuchen sich im Handlettering und im Entziffern eines alten Schriftstücks.

5. Freunde von historischen Gärten und verschlungenen Pfaden werden ihre helle Freude haben.

Die prachtvollen Anlagen rund um das Schloss und die Museen laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein - und das zu jeder Jahreszeit.

Zudem finden im Park auch Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel während des Ferienprogramms. An Ostern werden Mädchen und Buben dort jede Menge Ostereier finden. Und unmittelbar neben dem Schloss können es sich die Gäste nach dem Museumsbesuch in den Aschacher Schlossstuben schmecken lassen.

Am 28. und 29. Mai, jeweils von 14 bis 15.30 Uhr, sind Architekturführungen durch die Schlossanlage im Rahmen des Schlossfestes angekündigt.

Am 3. August von 10 bis 12 Uhr geht's draußen im Freien für Kinder darum, wie die Menschen früher Feuer machten: Wozu benutzt man Feuer bis heute? Warum ist Feuer so gefährlich?

All das wird bei dieser Gelegenheit beantwortet. Ganz besonders Geschickte können zudem ausprobieren, wie mit Feuerstein und Schlageisen ein Feuer gemacht wird. Bei geeigneter Witterung wird dann sogar noch Stockbrot geröstet.

6. Wer umtriebig ist, gern Feste feiert und Konzerte liebt, ist auf dem Schloss bestens aufgehoben.

Zum Beispiel bei den "Wandelkonzerten" am 29. April und 7. Oktober will man die Gäste laut Programm an insgesamt drei Spielorten im Schloss "musikalisch und literarisch verzaubern".

Zum 150. Geburtstag von Karl Graf von Luxburg im Mai erhalten Besucherinnen und Besucher einen besonderen Einblick in das Leben und Schaffen des Grafen von Luxburg, und für alle Geburtstagsgäste ist eine kleine Überraschung angekündigt. Ende Mai wird dann zum großen Schlossfest geladen.

Am 10. Mai ab 15 Uhr findet das Fest zum 150. Geburtstag von Karl Graf von Luxburg statt: Es dürfte spannend werden, wenn man erfährt, wie der Graf so gelebt hat und was er eigentlich beruflich machte.

Am 28. und 29. Mai ist Schlossfest: Es ist ein Antiquitäten-Flohmarkt aufgebaut, und es gibt Führungen, Kreativangebote und Musik. Zudem findet am 28. Mai das MAINPOP-Schlusskonzert statt. MAINPOP kümmert sich um die Popularmusikförderung des Bezirks Unterfranken.

7. Man möchte wieder Kind sein, wenn an Ostern gebastelt und im Sommer auch gefilzt wird.

Für die Mädchen und Buben wird auf dem Schloss während der Saison allerhand geboten. Lustig wird's vor allem beim Ferienprogramm im August, wenn die Kinder zum Beispiel im einstigen Zuhause der Luxburg-Familie auf Spurensuche gehen.

Dann erfahren sie, wie die Gräfinnen und Grafen lebten und was das Wohnen in der Vergangenheit so besonders machte. Dabei können sie den Blick natürlich auf die Zukunft richten und ein Diorama mit ihrem Traumort gestalten. Und im Oktober stehen Filz-Workshops an.

Am 17. und 18. April geht's, wie das naturgemäß so ist an Ostern, um "Hasen und Bräuche". An beiden Tagen werden Eierbecher bemalt und Deko-Karotten aus Naturmaterialien gebastelt. Die Familienführungen um 11.15 und 15.15 Uhr am Ostermontag drehen sich um Rhöner Ostertraditionen. Und dann wird's spannend bei der Ostereiersuche im Schlosspark.

Am 27.und 28. August ist das Thema "Sauber und rein - so soll es sein" angekündigt: Wäschewaschen, selbst Seife herstellen und interaktive Führungen zu den Themen Hygiene auf dem Land und zu den fleißigen Helfern der gräflichen Familie stehen für kleine und große Gäste an diesem Wochenende auf dem Programm.

Infos gibt es unter www.museen-schloss-aschach.de; Anmeldung zu Führungen und Ferienprogramm unter Tel.: 09708/ 704 188 20 oder per E-Mail an schloss.aschach@bezirk-unterfranken.de