Kopfschütteln herrschte bei vielen Verkehrsteilnehmern am Dienstagfrüh vor 8 Uhr in der Fuldaer Straße. Rotlicht blockierte die Durchfahrt minutenlang, obwohl weit und breit kein Zug zu sehen war. Entnervte Pendler im Stau verständigten am Ende die Polizei. Die leitete den Notruf an die Bahn weiter.

Gleichzeitig rückten Beamte der Bahnpolizei aus, um das entstandene Verkehrschaos zu ordnen. Den ganzen Tag über versuchte ein mehrköpfiges Reparaturteam der Bahn, an Ort und Stelle den Fehler zu finden. Drei Bahnpolizisten stoppten den Verkehr, wenn Züge die Straße überquerten.

Fieberhafte Suche nach Ursache

Auskünfte über Art und Umfang des Defektes gab es von den Arbeitern vor Ort nicht. Ein Pressesprecher in München bestätigte den Ausfall der Technik. Es werde fieberhaft an der Behebung der Störung gearbeitet, hieß es gegen 15.45 Uhr. Wann die Schranken wieder ordnungsgemäß funktionieren, sei noch offen.

Bei der Einfahrt des Zuges um 18.06 Uhr hatten die Monteure dann ihr Erfolgserlebnis. Die Schranken schlossen und öffneten sich wieder wie vorgesehen.

Der Ausfall ist deshalb bemerkenswert, weil der Übergang in jüngster Zeit erst im Zuge der millionenschweren Digitalisierung der Saaletalbahn erneuert worden ist. Auf der Modernisierung hatten große Hoffnungen geruht. Die Schranken waren bereits vorher mehrfach ausgefallen. Die dadurch entstandenen Zeitverluste hatten für großen Unmut bei Betroffenen gesorgt . dübi