Wie die Polizei Bad Brückenau mitteilt, hat ein Autofahrer am Sonntagnachmittag nach einem Streit versucht, zwischen Bad Brückenau und Volkers seine Ehefrau zu überfahren. Sie konnte sich laut Polizeibericht gerade noch in den Straßengraben retten und blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft relativierte die Vorwürfe am Tag danach allerdings.

Streit zwischen Ehemann und seiner Frau eskaliert

Gegen 16.30 Uhr beobachtete eine Zeugin, wie ein Pärchen auf dem Radweg längs der B 286 in einen lautstarken Streit geriet, geht aus dem Bericht weiter hervor. Es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die 46-jährige Frau konnte sich aus dem Griff ihres 50-jährigen Mannes befreien und flüchtete zu Fuß auf den Radweg, der seitlich der Bundesstraße entlang führt, so der Bericht.

Daraufhin sei der aggressive Ehemann in seinen Smart gestiegen und ihr mit Vollgas hinterher gefahren. Knapp vor dem Fahrzeug sprang die Frau in den Straßengraben. Nach Angaben einer Zeugin geschah dies nur Augenblicke, bevor der Wagen sie erwischt hätte.

Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen, schreibt die Polizei. "Es waren beide Personen noch vor Ort und haben weiterhin gestritten" so Thomas Vöth von der Bad Brückenauer Polizei im Gespräch mit dieser Redaktion.

Fahrer verbringt die Nacht in der Ausnüchterungszelle

Der Mann stammt laut Polizeibericht aus Hessen. Es wurde eine Blutprobe entnommen, weil die Polizeibeamten eine deutliche Alkoholfahne wahrnahmen, so die Ordnungshüter. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Nach einer Nacht in der Ausnüchterungszelle wurde er am Montagmorgen auf freien Fuß gesetzt, heißt es im Polizeibericht abschließend.

Axel Weihprecht, Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, sagt dazu auf Nachfrage der Redaktion: "Momentan wird der Vorfall als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr eingestuft." Das geschehe immer dann, wenn ein Fahrzeug verkehrsfremd benutzt wird.

Die Befragung der Zeugin, die sich laut dem Juristen wohl in größerer Entfernung zu den Geschehnissen aufgehalten habe, habe ergeben: "Wenn tatsächlich eine Tötungsabsicht vorgelegen hätte, wäre dies auch möglich gewesen." Allerdings müsse mit einer oder einem Sachverständigen noch einmal über den genauen Hergang gesprochen werden, ehe dies rechtlich endgültig eingeordnet werden könne, so Weihprecht, laut dem sich beim Fahrer eine Alkoholisierung im Bereich der "relativen Fahruntüchtigkeit", also unter 1,1 Promille, herausgestellt hat. si