Der Schreck über die nächtliche Brandserie im August ist noch gegenwärtig. Ein Unbekannter hatte Feuer an Reifen von zwölf Autos und an eine Mülltonne gelegt. Die Polizei und gut 80 Feuerwehrleute verhinderten, dass die betroffenen Fahrzeuge oder sogar angrenzende Häuser der engen Altstadt in Flammen aufgingen.

Hinweise aus der Bevölkerung

Um dem Verursacher auf die Spur zu kommen, hatte die Polizei unter anderem eine Flyeraktion samt einer aufwändigen Anwohnerbefragung gestartet. "Aufgrund derer gingen dann tatsächlich einige Hinweise aus der Bevölkerung ein", sagt Pressesprecher Andreas Laacke vom Polizeipräsidium Unterfranken auf Nachfrage dieser Redaktion. Diese Hinweise hätten einen "gewissen Tatverdacht" gegen eine Person aus dem Landkreis Bad Kissingen begründet. Nach einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Betroffenen habe die Polizei Gegenstände gefunden, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten. Diese Sachen befinden sich zurzeit zur Auswertung beim Landeskrimalamt in München. Aktuell warten die Ermittlungsbehörden auf das Ergebnis, um gegebenenfalls gleich im Anschluss weitere Schritte einzuleiten. Das Resultat könne in wenigen Wochen vorliegen, aber auch bis bis zu einem halben Jahr dauern, so Laacke.

Der bei den Feuern entstandene Schaden betrug um die 250 000 Euro. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, haben die Stadt Hammelburg und das bayerische Landeskriminalamt je 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. dübi