Ausgerechet über die Weihnachtsfeiertage und denkbar knapp vor dem Impfstart ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Bad Kissingen sprunghaft nach oben geschnellt. Diese Zahl gibt die Anzahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wieder.

Wie das Landratsamt Bad Kissingen meldet, lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Heiligen Abend noch bei 167,6, stieg am Freitag geringfügig auf 168,5, sank am Samstag sogar noch einmal auf 163,7, weil einige genesen sind, und sprang dann am Sonntag, 27. Dezember, auf 208,3.

Dieser Anstieg ist auch im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Corona in einem Seniorenzentrum in Münnerstadt zu sehen, bei dem 51 Bewohner und bislang fünf Mitarbeiter positiv getestet wurden. Aber offensichtlich nicht nur.

Am Heiligen Abend, also am vergangenen Donnerstag, wurden 15 neue Fälle registriert, am Freitag 36 neue Fälle, am Samstag 17 neue Fälle und am Sonntag 77 . Das sind insgesamt 145 Infizierte über die Weihnachtsfeiertage. Davon sind 51 Bewohner und fünf Mitarbeiter aus besagtem Seniorenheim, der Rest verteilt sich über den Landkreis.

Weitere Todesfälle

Eine traurige Nachricht: Drei weitere Personen, die Covid-19 in sich trugen, sind gestorben. Alle seien über 80 Jahre alt gewesen und hätten unter Vorerkrankungen gelitten, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Eine Person davon habe im Parkwohnstift in Bad Kissingen gelebt.

Aktuell (Stand Sonntag, 27. Dezember) seien 291 Menschen mit dem Virus infiziert. Insgesamt seien im Landkreis Bad Kissingen seit Ausbruch der Pandemie 1497 Coronafälle bestätigt worden. Als genesen gelten inzwischen insgesamt 1172 Personen.

241 Kontaktpersonen befänden sich aktuell in Quarantäne, stationär behandelt würden momentan 39 Personen, so die Information aus dem Landratsamt. Insgesamt seien 34 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet waren, gestorben.

Die Zahl der aktuell Infizierten teilt sich wie folgt auf die Altlandkreise auf: Bad Kissingen (188), Hammelburg (43), Bad Brückenau (60). Diese Werte stützen sich auf den aktuell vorliegenden Stand des Gesundheitsamtes.red/pau