In seiner Laudatio im Rhön Park Hotel, Hausen, hob der Sprecher des Arbeitskreises, Thomas Gunzelmann, die Verdienste der Bayerischen Verwaltungsstelle des Unesco-Biosphärenreservats hervor. Mit der Initiierung und langjährigen Begleitung der Projektreihe "Historische Kulturlandschaft Rhön" habe die Verwaltungsstelle wertvolle Elemente der heimischen Kulturlandschaft erfasst, beschrieben und durch Publikation für die Nachwelt dokumentiert.
Die drei bisher erschienenen Bände (weitere sind in Vorbereitung) seien überdies ein hervorragender Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Kulturlandschaft erhalten

Stellvertretend für sein Team und die externen Projektbeteiligten bedankte sich Michael Geier für die Auszeichnung. Ihm und seinen Mitstreitern ginge es stets darum, die Eigenheit, Vielfalt und Schönheit der Rhöner Kulturlandschaft zu erhalten und möglichst sogar noch zu mehren. In der freien Landschaft gelinge das häufig bereits sehr gut, auch dank der Kooperation mit aufgeschlossenen Landwirten. Im Bereich der Siedlungen sei dies viel schwieriger. Kulturhistorisch wertvolle Substanz zu erhalten und Bausünden zu vermeiden, sei eine große Herausforderung, vor allem für die Kommunen. Das vom Landesverein ausgelobte Preisgeld soll für Projekte und Aktionen rund um die Erhaltung der Rhöner Kulturlandschaft eingesetzt werden. Die Verwaltungsstelle freut sich auf kreative Vorschläge aus den 40 bayerischen Biosphärenreservatsgemeinden.

Der 2005 von der Gesellschaft für Bayerische Landeskunde ins Leben gerufene Landeskundepreis würdigt herausragende Arbeiten und Leistungen, die der Kenntnis und Wahrung des natürlichen und kulturellen Erbes in Bayern dienen. Verliehen wird die Auszeichnung nunmehr vom Arbeitskreis Landeskunde und Kulturlandschaft im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. Erstmals wurde nicht eine Einzelperson für ihr Lebenswerk geehrt, sondern eine Institution.