VON Siegfried Farkas

In den nächsten Wochen ist Bad Kissingen ziemlich musikalisch. Das liegt unter anderem am Kissinger Sommer, aber nicht nur. Mark Knopfler und Roxette tragen auch ganz erheblich dazu bei. Ihre Auftritte im Luitpoldpark, am Freitag, 3. Juli (Roxette), und am Samstag, 4. Juli (Knopfler), rücken näher.
Zu den Verkaufszahlen mag der in Würzburg ansässige Veranstalter Argo Konzerte im Moment zwar noch nichts sagen.
Dazu müsse man erst noch etwas abwarten. Es heißt aber, zumindest Knopfler verkaufe sich recht gut. Roxette könne noch aufholen.

Keine Vorband bei Knopfler

Bei "Mr. Dire Straits" wird es nach Angaben von Argo Konzerte keine Vorband geben. Mark Knopfler werde am 4. Juli pünktlich um 20 Uhr auf der Bühne im Bad Kissinger Luitpoldpark stehen. Ende des Konzerts solle zwischen 22.15 und 22.30 Uhr sein.
Tags davor ist vor dem Auftritt von Roxette die ebenfalls aus Schweden stammende Rockband Eskobar zu hören und zu sehen. Genaue Zeiten für den Ablauf des Abends stehen laut Argo in diesem Fall aber noch nicht fest.
Knopflers Gastspiel in Bad Kissingen ist Teil einer Europatournee, zu der auch zwölf Auftritte in Deutschland gehören. Spielen wird er nach Angaben von Argo Konzerte in Kissingen Songs aus dem neuen Album Tracker, eine Auswahl aus seinen Soloalben und bestimmt auch einige Hits der Zeit mit den "Dire Straits". Von Bad Kissingen aus geht Knopflers Tour weiter nach Stuttgart, Hannover, Berlin, Leipzig und München, wo er fast im Tagesrhythmus spielt.
Bei dem schwedischen Duo Roxette gehört das Kissinger Gastspiel zu einer Jubiläumstournee. 75 Millionen Alben sollen die Schweden verkauft haben. Sie spielen damit fast in derselben Liga wie Knopfler, bei dem Argo von 120 Millionen verkauften Alben berichtet. Roxette treten am Tag vor ihrem Kissinger Konzert in Stuttgart auf. Nach Kissingen sind Mainz, München und Wien an der Reihe.

Kleinster Veranstaltungsort

Die Besonderheit an Bad Kissingen ist nicht nur dass die Kurstadt von der Einwohnerzahl her mit Abstand der kleinste der genannten Gastgeber ist. Im Gegensatz zu den anderen Orten, wo die Künstler weitgehend in Hallen spielen, findet der Kissinger Auftritt unter freiem Himmel statt.
Der Aufwand, zwei Konzerte an zwei Tagen hintereinander in den Luitpoldpark zu bringen, ist beachtlich. Die Bühne muss der Veranstalter zwar nur einmal aufbauen. Was Sound und sonstige Technik angeht, bringt nach Angaben von Argo Konzerte aber jeder seine eigenen Anlagen mit.
Es ist also durchaus sportlich, zwischen den beiden Konzerten die eine Anlage ab- und die nächste gleich wieder aufzubauen. Zu bewältigen sei das aber schon, beruhigt Cornelia Wagner für die Veranstalter. Bei Rock im Park, das Argo eben erst ausgerichtet hat, sei ja praktisch stündlich Wechsel nötig.