Eine Zeit lang konnten Emma, Marie und Leonie, Ben, Max und Leon auf eine klare Mehrheit bauen. Wenn Eltern beim Standesamt angeben mussten, welche Vornamen ihre Neugeborenen tragen sollen, gehörten diese Sechs auch in Bad Kissingen in vielen Jahren zu den Top-Favoriten. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Vorlieben von Eltern bei den Vornamen ihrer Kinder.

Der Blick auf die Liste aller Vornamen der Neugeborenen, die 2020 beim Standesamt der Kurstadt neu angemeldet worden sind, macht deutlich: Es gibt keine Favoriten mehr. Unter den insgesamt 169 im vergangenen Jahr beim Kissinger Standesamt für die Große Kreisstadt selbst und außerdem für Oerlenbach und Nüdlingen sowie Euerdorf, Aura, Ramsthal und Sulzthal gemeldeten Neugeborenen finden sich keine klaren Spitzenreiter. Sowohl für Mädchen als auch für Buben gilt: Mehr als drei Nennungen bringt zurzeit kein Vorname zusammen. Unter den insgesamt 96 Buben auf der Liste für das Jahr 2020 zählen neun in diese Kategorie. Die Jungen-Vornamen Amir, Noah und Theo sind darauf je dreimal vertreten. Bei den 73 Mädchen gehören Emilia, Hanna, Marie und Sophie in diese Reihe. Auch ihre Vornamen wurden vergangenes Jahr in den aufgelisteten Kommunen je dreimal für Neugeborene ausgewählt.

Zwölf weitere Vornamen fanden bei den jungen Eltern des vergangenen Jahres wenigstens noch zweimal Berücksichtigung. In alphabetischer Reihenfolge sind das Ben, Elias, Emma, Fiona, Kilian, Konstantin, Leonie, Milo, Miron, Nora, Paul und Toni. Die übrigen 124 Kinder bekamen laut Liste des Standesamtes der Großen Kreisstadt, das auch für die genannten Kommunen in der Nachbarschaft Aufgaben übernimmt, tatsächlich allesamt individuelle Namen. Die Bandbreite reicht dabei von klassischen Vornamen wie Adam und Eva bis zu ungewöhnlicheren Ansätzen wie Dwayne und Penelope. Siegfried Farkas