Der 1989 gegründete Schweinfurter "Verein zur Hilfe für Kinder in der Dritten Welt" kümmert sich im Moment um elf Projekte in Indien, wo die Hilfen vor fast 30 Jahren begannen, und um fünf in Namibia. Im afrikanischen Land kommt ein sechstes Vorhaben hinzu: der Bau eines weiteren Kindergartens im Ort Shambyu. Das Dorf liegt in der Nähe von Rundu im Caprivi-Streifen nahe der Grenze zu Angola. In der Stadt Rundu hat der Verein schon einen Kindergarten mit Schule und angeschlossener Näherei finanziert.
Bei der Jahreshauptversammlung des Kinderhilfsvereins am Samstag, 30. September, ab 17 Uhr in Hambach (Hühnernest) wird Vorsitzender Heinrich Hackenberg dieses Projekt im Norden des Landes und ein weiteres, von der aus Röthlein stammenden Ulrike Mai unterstütztes Projekt in Windhoek im Süden Namibias vorstellen. Und er wird einen ganz besonderen Gast begrüßen können: Frater Nirmol Gomes. Er ist der Provinzchef der Salesianer von Westbengalen. Sein Arbeitsgebiet ist größer als Bayern. Dazu gehören auch Nepal sowie einige Stationen in Assam und Darjeeling. Insgesamt unterstehen Gomes 600 Außenstationen.


Frater Nirmol feiert Gottesdienst

Frater Nirmol, der schon mehrmals in Ebenhausen, Oerlenbach und Eltingshausen als Pfarrvertreter wirkte, befindet sich zur Zeit in Rom auf einer Tagung. Vom 26. September an kommt er bis 2. Oktober nach Ebenhausen, wo er am Sonntag, 1. Oktober, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Burkard auch den Gottesdienst feiern wird.
Die aus Röthlein stammende Ulrike Mai wanderte 2009 nach Namibia aus. Aus gesundheitlichen Gründen frühpensioniert, wollte sie das Land näher kennenlernen, verschloss aber die Augen nicht vor der Armut und Not. Sie lernte dabei in Windhoek Justine Stephanus kennen, die sich seit Jahren um bedürftige Kinder kümmert.
Seit 2009 unterstützt der von ihr gegründete Verein "Childrens Home Namibia" das Heim im Stadtteil Katutura in Windhoek, finanziert Lebensmittel, Strom und Wasser, Hygiene-Artikel, Schulmaterialien, Kleidung, Schulkosten und Studiengebühren. Auch um die medizinische Versorgung wird sich gekümmert. Betreut werden 35 Kinder und Jugendliche, für die es keine staatliche Unterstützung gibt. Justine Stephanus unterhält in ihrem Haus auch einen Kindergarten, in dem regelmäßig zwischen 50 und 60 Babys und Kleinkinder betreut werden. Hinzu kommt eine Nachmittagsbetreuung für Schulkinder. Die meisten dieser Kinder wachsen bei einer Mutter, Tante oder Großmutter auf, die meist alleinerziehend, oft krank und arbeitslos sind. Ein Kindergartenplatz kostet nur 14 Euro, viele könnten dies aber nicht aufbringen. Bei der Jahresversammlung wird das Projekt vorgestellt. hh