Die drei Jungstörche auf dem Mönchsturm haben ihre ersten Flugübungen erfolgreich hinter sich gebracht. Öfter stehen sie am Rand des Nestes und schlagen mit den Flügeln. Vereinzelt haben sie sich schon kurz in die Luft gewagt. Für den Bund Naturschutz ist das eine besondere Freude. Ist es doch auch Ausdruck davon, dass sich die Fütterung der Vögel durch Menschenhand bislang bewährt hat. Sie war erforderlich geworden, nachdem die Storchenmama vor wenigen Wochen vom Blitz erschlagen wurde. "Den Erfolg konnte keiner garantieren," blickt Elisabeth Assmann zurück. Allerdings sind die Tiere noch nicht ganz über den Berg. Denn sie müssen nun die Saalewiesen als ausgedehntes Futtergebiet für sich entdecken. Und dies zum Teil ohne erwachsenes Vorbild. Die Hoffnungen ruhen nun auch auf den Westheimer Störchen, von denen sich die Hammelburger Jungen vielleicht etwas abschauen können. Ob sie sich vertragen, ist allerdings noch offen. Der Bund Naturschutz hat die Entwicklung im Auge. Gleichzeitig richtet Elisabeth Assmann einen Appell an die Bevölkerung. Sie mahnt, beim Auftreten der Tiere in den Saalewiesen Abstand zu halten und Hunde an die Leine zu nehmen. Denn jede Störung und jedes dadurch ausgelöste Fluchtmanöver kosten die Vögel eine Menge Kraft, die sie zum Überleben brauchen. dübi