Svenja Melchert hat seit ihrem Amtsantritt schon einige Flächenanfragen potenzieller Investoren bearbeitet. Besonders bemerkenswert findet nicht nur die neue Wirtschaftsförderin der Stadt eine Anfrage aus Japan. Eine Abordnung des international tätigen Pharmaunternehmens aus dem asiatischen Land hat sich auf der Suche nach einem Standort Bad Kissingen tatsächlich angeschaut. Wie Svenja Melchert dem städtischen Wirtschaftsausschuss in einer Bilanz ihrer Arbeit seit Dienstantritt im vergangenen Juli berichtete, gehört Bad Kissingen zu den zehn von zunächst 50 potenziellen Standorten, welche die Japaner in die engere Wahl genommen haben. Die Besichtigung habe im Februar stattgefunden. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. In Japan verliefen Entscheidungsprozesse sehr hierarchisch, sagt die Wirtschaftsförderin. Deshalb lasse sich schwer einschätzen, wann klar ist, welchen Ort das Unternehmen wählt.

Die Stadt ist erkennbar bemüht, die Erwartungen in der Öffentlichkeit nicht durch übertriebene eigene Zuversicht ins Kraut schießen zu lassen. Ob aus dem Kontakt eine Ansiedlung werden könnte, wisse man nicht, erklärte Pressesprecher Thomas Hack auf Anfrage. Er bestätigte aber, dass die Besichtigung positiv verlaufen sei. Die Gesprächspartner seien nach dem Eindruck der Stadt sehr angetan gewesen.