Bad Kissingen erhält im Rahmen des Konzeptes "Regionalisierung von Verwaltung -Behördenverlagerung 2015" mittelfristig 100 hoch qualifizierte Arbeitsplätze im neu gegründeten "Haus für Gesundheitsmanagement", das dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit angegliedert ist. Das teilte Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder mit.


Zunächst 16 Arbeitsplätze

Bereits ab Juli 2016 werden zwei Teilbereiche des Hauses für Gesundheitsmanagement ihre Arbeit in den eigens hierfür angemieteten Räumlichkeiten in der Münchner Straße 5 in Bad Kissingen aufnehmen: das Institut für Kurortmedizin und das Institut für gesunde Lebensmittel. Die Anmietung der benötigten Räume mit einer Fläche von rund 570 Quadratmetern ermöglicht den kurzfristigen Start der beiden neuen Teilbereiche mit vorerst 16 Arbeitsplätzen, die aus dem Großraum München nach Bad Kissingen verlagert werden. "Die heutige Unterzeichnung des Mietvertrags ist ein Meilenstein zur Umsetzung der beschlossenen Verlagerung und zur Stärkung des Behördenstandorts Bad Kissingen", erklärte Finanz- und Heimatminister Markus Söder anlässlich des Abschlusses des Mietvertrags durch die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY).
Nach dem Abschluss der Sanierung des staatseigenen Neumannflügels sowie des Kurhausbades in der Prinzregentenstraße, im Herzen des Kurzentrums von Bad Kissingen, wird das Haus für Gesundheitsmanagement voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 seine endgültigen Räume beziehen. In dieser Abteilung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollen die Themenbereiche Arbeitsplatz- und Lebensmittelsicherheit und Gesundheit im Allgemeinen behandelt werden. In das Haus wird ein Labor integriert, das Aufgaben für den gesamten bayerischen Raum übernehmen wird.


Hochqualifizierte Stellen

Das Haus für Gesundheitsmanagement bringe hochqualifizierte Arbeitsplätze nach Bad Kissingen und ermögliche den Menschen in ihrer Heimat gute Arbeit zu finden, die zudem im Zusammenhang mit der Tradition Bad Kissingens als Kurstadt stehe, so Söder. Durch die Erweiterung des bereits bestehenden Clusters rund um den Themenschwerpunkt Gesundheit würden positive Effekte für die Region geschaffen.
2015 begann die Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen. Über 50 Behörden und staatliche Einrichtungen mit 3155 Personen werden aus Ballungszentren in ländliche Regionen Bayerns verlagert. Unterfranken profitiert dabei mit insgesamt 346 Arbeitsplätzen: Neben den 100 Arbeitsplätzen in der Stadt Bad Kissingen werden im Landkreis Rhön-Grabfeld 70, im Landkreis Haßberge 100, im Landkreis Miltenberg 30, im Landkreis Main-Spessart 29 und im Landkreis Kitzingen 17 Arbeitsplätze geschaffen. red