Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die Gemeindeallianz Oberes Werntal intensiv und mit Vorbildcharakter für andere Allianzen um die Wiederbelebung der Altorte - mit Erfolg. Das belegt die jetzt fertiggestellte Evaluierung, die auf wissenschaftlicher Basis nicht nur die Zahlen bewertet, sondern auch die vielen Anstrengungen zur Innenentwicklung.

Ein Bild süßer Gebäckstücke wird gern zur Verdeutlichung hergenommen: Ein Donut, ein amerikanischer Gebäckkringel, steht einem gefüllten Krapfen gegenüber. Es geht darum, dass die Dörfer in ihrem Inneren nicht weiter ausbluten, nicht an Funktion verlieren sollen.

Vielmehr soll Wohnen und Leben im Ortskern in den gewachsenen Strukturen erfolgen, sollen die kurzen Wege zum dörflichen Leben erhalten bleiben.

Das Bewusstsein für das Thema Innenentwicklung hat sich mittlerweile in allen zehn Allianzkommunen mit ihren 46 Dörfern gebildet. Das wird im 100 Seiten dicken Evaluierungsbericht, den die Ländliche Entwicklung Bayern mit der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal in Auftrag gegeben hatte, deutlich.

Das gilt überall, auch wenn in den einzelnen Gemeinden - Bergrheinfeld, Dittelbrunn, Euerbach, Geldersheim, Niederwerrn, Oerlenbach, Poppenhausen, Waigolshausen, Wasserlosen und Werneck - unterschiedliche Voraussetzungen herrschen, beispielsweise die Nähe oder Ferne zur Stadt Schweinfurt.